1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Auch in Witten ist für die Ringer des KSK Konkordia Neuss mehr drin

Ringen : Auch in Witten ist für den KSK mehr drin

Im Westderby der Ringer-Bundesliga West unterliegt die Konkordia aus Neuss beim Erzrivalen KSV Witten 07 mit 10:17. Eine unnötige Niederlage.

In der unter dem wenig schmückenden Motto „Pleiten, Pech und Pannen“ stehenden Saison geht für die Bundesliga-Ringer des KSK Konkordia Neuss weiter so gut wie nichts: Nach dem (sportlich) bereits feststehenden Abstieg in die 2022 neu aufgelegte 2. Liga blieb der Truppe um Ayub Musaev auch in Witten der so dringend benötigte Seelentrost verwehrt – das Westderby ging mit 10:17 verloren.

Und mal wieder wäre für die Gäste mehr drin gewesen: So gab der in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm für den angeschlagenen Lom-Ali Eskijev eingesprungene Iwan Tagner gegen Gregor Eigenbrodt mit der 0:15-Niederlage vier Punkte ab. Zusammen mit der nach der Absage von Imran Daurbekov unbesetzten Klasse bis 86 Kilogramm ergab das ein Minus von 0:8 Punkten. Eine zu große Hypothek. „Wäre Lom dabei gewesen, hätten wir auch mit neun Mann ein Unentschieden geholt“, stellte der Sportliche Leiter Fatih Cinar indes trotzig fest.

Die vom in 61 Kilogramm erstmals eingesetzten Italiener Simone Piroddu (8:7-Sieg über Anatoli Buruian), Aaron Bellscheidt (75 kg), dessen Kontrahent Noah Englich verletzt aufgab, Deni Nakaev (16:0 gegen Nick Jacobs/80 kg) und natürlich Ayub Musaev (3:2 gegen Andrei Perpelita/71 kg) aufs Konto gebrachten Punkte reichten freilich auch deshalb nicht aus, weil für die Neusser ansonsten alles schiefging: Ahmed Aruhanov (57 kg) lief beim 7:13 gegen Eren Arslan 30 Sekunden vor Schluss vorne liegend taktisch ungeschickt in einen Konter. Arslanbek Salimov (66 kg), schwor Cinar Stein und Bein, habe Donior Islamov auf den Schultern gehabt. Doch Kampfrichter Christoph Heckele entschied auf unerlaubte Beinarbeit und gab dem Wittener vier Punkte – das Duell ging für Neuss am Ende mit 4:19 verloren. Ihre Niederlagen immerhin in Grenzen halten konnten der gerade erst von seiner Infektion mit dem Corona-Virus genesene Adlan Tasuev (0:7 gegen Georghi Pascalov/130 kg) und Julian Lejkin (1:3 gegen Simeon Stankovich/98 kg).

Weiter geht es für den KSK am Samstag, wenn der RC Merken (Corona-Fall!) tatsächlich antritt.