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Evangelischer Jugendchor präsentierte Liederabend: Auch die Gedanken kamen in Bewegung

Evangelischer Jugendchor präsentierte Liederabend : Auch die Gedanken kamen in Bewegung

Keine Ideale, kein Engagement und keine Perspektive - mit diesen Vorurteilen werden viele Jugendliche konfrontiert. Ein Gegenbeispiel lieferte jetzt der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde in Kelzenberg. Er präsentierte im Gotteshaus einen Liederabend. Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterten die 45 Mitglieder des Jugendchors der evangelischen Kirchengemeinde bei ihrem Auftritt in Kelzenberg. Die Lieder wurden von Dia-Projektionen begleitet, auch Rap-Einlagen präsentierten die jungen Sänger. NGZ-Foto: L. Berns

Keine Ideale, kein Engagement und keine Perspektive - mit diesen Vorurteilen werden viele Jugendliche konfrontiert. Ein Gegenbeispiel lieferte jetzt der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde in Kelzenberg. Er präsentierte im Gotteshaus einen Liederabend. Mit einem abwechslungsreichen Programm begeisterten die 45 Mitglieder des Jugendchors der evangelischen Kirchengemeinde bei ihrem Auftritt in Kelzenberg. Die Lieder wurden von Dia-Projektionen begleitet, auch Rap-Einlagen präsentierten die jungen Sänger. NGZ-Foto: L. Berns

Die evangelische Kirche war so gut besucht, dass manche Gäste den Liederabend vor der Türe verfolgen mussten. Vornehmlich junges Publikum füllte das Gotteshaus. Kein Wunder, denn der Jugendchor führte auf beeindruckende Weise vor, dass religiöse Lieder nicht verstaubt sein müssen. Insgesamt 45 Jungen und Mädchen im Alter von 13 bis 35 Jahren lobten Gott mit ihren Stimmen.

Unter dem Motto "Mensch, lebe!" stellten die Jugendlichen ein beeindruckendes Konzert auf die Beine. Gabi Beuscher, Pfarrerin und Chorleiterin, begründete den Titel mit der Verwandtschaft zwischen Mensch und Kartoffelchips. "Chips machen süchtig: Hat man einmal mit ihnen angefangen, dann kann man nicht mehr aufhören. In uns ist auch etwas, das nach mehr verlangt. Wir alle sehnen uns danach, das Leben zu meistern."

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Kartoffelchips eignen sich auch hervorragend zur musikalischen Untermalung. Die Mitglieder des Jugendchors bewiesen ihre Phantasie und Kreativität unter anderem mit einem Stück für Klavier, Flöte und Chipsknuspern. Sämtliche Lieder, die an diesem Abend gesungen wurden, handelten von Gott und seiner Bedeutung für das menschliche Leben. Wer nicht zu den regelmäßigen Kirchgängern gehörte, erlebte dabei eine große Überraschung: Auch Kirchenlieder besitzen einen Rhythmus.

Der Jugendchor vereinbarte moderne Beats mit klassischem Inhalt und brachte es fertig, die Menge zu bewegen. Nicht nur viele Füße wippten im Takt, auch die Gedanken kamen in Bewegung. "Wir Deutschen sind ja bekanntlich sachlich nüchterne Typen. Aber die Sache mit Gott ist gar nicht sachlich und nüchtern", erzählt ein junges Chormitglied. "Das ergreift, rührt an, setzt in Bewegung. Schon so oft haben wir gemerkt, dass wir beim Singen viel mehr aus uns raus gehen können als wenn wir nur erzählen von diesem Gott und dem, was wir mit ihm erlebt haben."

Nach einem Auftritt kämen die Zuhörer anschließend auf die Sänger zu und sagten, es wäre toll zu sehen, dass der Chor das, was er singt, auch wirklich ernst meine. "Das ist uns ehrlich gesagt viel wichtiger als immer die richtigen Töne zu treffen", sagt das Chromitglied. Begleitet von Martin Sellke am Klavier sangen die Jugendlichen Lieder wie "Alles was Gott macht, das ist sehr gut".

Passend zu den jeweiligen Strophen wurden große Dias auf die Kirchenwand projiziert. Rapp-Einlagen gehörten ebenso zu ihrem Repertoire wie schauspielerische Episoden. Insgesamt ein gelungener Auftritt mit mitreißenden Songs und ungewöhnlichen Ideen. aw

(NGZ)