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Hockey: Auch der HTC hat mit dem Wetter zu kämpfen

Hockey : Auch der HTC hat mit dem Wetter zu kämpfen

Weil die Feldsaison ungewöhnlich früh fortgesetzt wird, könnte nun auch der Hockey-Erstligist Probleme mit Eis und Schnee bekommen.

Der als Frühling verkleidete Winter bringt zunehmend auch den Hockeysport in arge Verdrückung. Läuft es ganz dumm, fallen am Wochenende zum Neustart der Saison sogar die beiden noch ausstehenden Hinrundenspiele der Erstliga-Damen des HTC SW Neuss gegen den Club an der Alster (morgen 14 Uhr) und den Harvestehuder THC (So. 12 Uhr) aus.

Dabei droht dem Kunstrasenplatz im Jahnstadion gleich von zwei Seiten Gefahr: Bleibt der von den Meteorologen vorausgesagte Schnee tatsächlich liegen, geht gar nichts mehr. Aber auch allzu intensive Sonnenbestrahlung wäre extrem ungünstig, weiß HTC-Trainer Simon Starck: "Die macht den Platz nämlich so trocken, dass er bewässert werden müsste. Das geht aber nicht, weil die dafür nötige Anlage noch nicht angeschlossen ist." Sein an der mit reichlich Schnee bedachten Alster tätiger Kollege Jens George hat sich bereits nach dem Wetter in Neuss erkundigt. Für die Hamburger könnte es richtig übel kommen: Da im Normalfall nur die Schiedsrichter ein Spiel absagen können, muss der Tabellendritte auf jeden Fall anreisen. Das tut er bereits heute. Kann dann weder in Neuss noch am Sonntag in Köln gespielt werden, hätte er nicht nur zwei unproduktive Tage im kalten Rheinland verbracht, sondern müsste auch erneut auf eigene Kosten zu den Nachholspielen anreisen.

Das miese Wetter beeinträchtigte indes auch die Vorbereitung: Das als willkommener Testlauf gedachte Turnier der Erstligisten um den EWR-Cup in Worms am vergangenen Wochenende musste abgesagt werden. Während finanziell besser ausgestattete Klubs wie Alster ein Trainingslager im sonnigen Portugal einlegen konnten, kommt der Neusser Trainer mit viel Wohlwollen auf gerade einmal vier halbwegs gelungene Übungseinheiten. Erkältungen und durch die kalte Witterung hervorgerufene muskuläre Probleme dünnten den kleinen Kader weiter aus. "So eine Vorbereitung habe ich noch nie erlebt", klagt Starck. "Die Mädchen sind natürlich heiß, aber ich habe keine Ahnung, wo wir stehen. Bei hundert Prozent sind wir auf keinen Fall."

Zwar will er das Match gegen den personell bestens aufgestellten Club an der Alster nicht von vorneherein abschenken, "da sind Punkte nicht unbedingt Pflicht, aber natürlich möglich", sein Hauptaugenmerk liegt allerdings auf dem Duell mit Harvestehude. "Geht's schief, geht die Welt nicht unter, doch das ist definitiv eines der wichtigeren Spiele", sagt er. Der Aufsteiger belegt als Tabellenelfter einen Abstiegsplatz, von Neuss trennt die Schützlinge von Trainer Manuel Altenburg freilich nur ein Punkt. Darum ist es gut, dass die unverzichtbare Javiera Villagra unbeschadet von ihren Einsätzen mit der chilenischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Daniela Guckuk (Entzündung am Schienbein), fehlen wird Pechvogel Katharina Kreiner (zweifacher Bänderriss im Knöchel).

(NGZ)