Korschenbroich : Attraktivität steigern

Korschenbroich Der historische Stadtkern Korschenbroichs könnte schon lange eine optische Auffrischung vertragen. Ideen gibt's zu hauf und Konzepte zur städtebaulichen Entwicklung der Ortsmitte Korschenbroich hat der Bürgermeister auch schon vor Monaten vorgestellt.

Korschenbroich Der historische Stadtkern Korschenbroichs könnte schon lange eine optische Auffrischung vertragen. Ideen gibt's zu hauf und Konzepte zur städtebaulichen Entwicklung der Ortsmitte Korschenbroich hat der Bürgermeister auch schon vor Monaten vorgestellt.

"Bewegt hat sich seither nicht viel", stellte FDP-Stadtverbandsvorsitzende Hanne Wolf-Kluthausen dann auch in der Alten Schule vor rund 40 Zuhörern fest. Ein fotografischer Streifzug durch die Steinstraße und die Sebastianusstraße von 1983 bis 1994 ließ dann auch kaum Veränderungen erkennen.

Und genau die seien - laut Hanne Wolf-Kluthausen - für den Einzelhandel und dessen dauerhaftes Überleben von Nöten. Mit Blick auf das Einkaufszentrum am Matthias-Hoeren-Platz brachte die Stadtverbandsvorsitzende dann auch das Problem des Handels auf den Punkt: "Die Kunden kommen nicht mehr in den Stadtkern." Ihre Forderung: "Bevor der Ortskern ausblutet, muss auf dem schnellsten Wege ein optimaler Rahmen geschaffen werden."

  • Hanne Wolf-Kluthausen, FDP
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Der FDP-Vorstoß, den Wochenmarkt in den Innenhof des Hannen-Centers zu verlegen, sei in der Vergangenheit stets von der Verwaltung abgeblockt worden. Der Grund: "Die Beschicker kommen mit ihren Wagen nicht in den Innenhof." Ob diese Verlagerung allein ausreichend sei, wurde im Laufe der fast zweistündigen Veranstaltung allerdings auch bezweifelt.

"Städtebaulich muss was passieren", sprach Hanne Wolf-Kluthausen dann auch die bereits öffentlich vorgestellten Pläne an. In diesem Zusammenhang erinnerte IHK-Geschäftsführerin Anja Geer an eine "attraktive Verknüpfung" von Stadtkern und Matthias-Hoeren-Platz. Die Umsetzung sei längst überfällig.

Allerdings gab's auch gute Nachrichten an diesem Abend. Die hatte Ziag-Prokurist Matthias Ulrich gleich mehrfach im Gepäck. Er, der mit der Ziag AG die Eigentümerin des Hannen-Centers vertritt, bekannte sich zu dieser Immobilie: "Das Hannen-Center ist für uns kein Abschreibungsobjekt. Wir haben nicht vor, uns vom Hannen-Center zu verabschieden."

Da es zurzeit schwer sei, die Flächen zu vermieten, da machte Matthias Ulrich keinen Hehl draus. "Wir sprechen hier von vielen kleinen Flächen, da will nicht jeder ran." Deshalb rief er den Anwesenden zu: "Wenn Sie jemanden wissen, stellen Sie den Kontakt her." Ulrich konnte sich auch vorstellen, örtlichen Händlern, die möglicherweise eine Filiale im Hanne-Center eröffnen würden, mit entsprechenden Konditionen entgegenzukommen.

Spürbares Aufatmen gab's bei den Anwesenden, als Matthias Ulrich versicherte: "Mit uns wird es auch keine Ein-Euro-Shops und Neon-Reklame geben. Die kann man schnell gewinnen. Was wir wollen, das ist gute Qualität. Das war bislang schwierig, aber wir geben nicht auf."

Die erste Hürde konnte die Ziag AG auch schon nehmen. "Kaiser's hat nicht nur renoviert, sondern auch das Ladenlokal komplett modernisiert. Kaiser's hat seinen Mietvertrag jetzt um drei Jahre verlängert."

Für Ulrich ein deutliches Signal, dass es mit dem Hannen-Center bergauf gehe. Auch auf Beschwerden wegen randalierender Jugendlicher habe man sofort reagiert: "Wir haben seither einen eigenen Sicherheitsdienst im Einsatz."

Am Samstag in der NGZ:

Zur Sache Stadt gefordert

(NGZ)
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