Leichtathletik Neusser läuft Marathon in exotischer Kulisse

Neuss · Der Marathon im marokkanischen Marrakesch bietet nicht die Menschenmassen an der Startlinie wie manche Konkurrenzveranstaltung, dafür aber eine Kulisse wie in Tausendundeiner Nacht. Rachid Bardach wollte das erleben.

 Rachid Bardach von der TG Neuss ist erleichert, er hat den Marathon in Marrakesch erfolgreich hinter sich gebracht.

Rachid Bardach von der TG Neuss ist erleichert, er hat den Marathon in Marrakesch erfolgreich hinter sich gebracht.

Foto: TG Neuss

Für die Ausdauersportler der TG Neuss ist keine Anreise zu weit. Bei den Topevents in weiten Teilen unseres Planeten waren in den vergangenen Jahren immer mal wieder Starter aus der Quirinusstadt mit von der Partie. In die Reihe mit klangvollen Namen wie New York, Paris oder London Marathon passt zwar Marrakesch auf den ersten Blick nicht, aber auch in der marokkanischen Metropole, einst sogar die Hauptstadt des marokkanischen Reiches im Westen des Landes, gibt es schon seit 1987 eine Laufveranstaltung über 42,195 Kilometer (1998, 2000 und 2001 fiel sie aus). Mit einer Teilnehmerzahl aus den vergangenen Jahren von rund 8000 Aktiven ist der Marrakesch Marathon zwar weit entfernt von den Menschenmassen der Großevents, doch dafür bietet die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von König Mohammed VI. den besonderen Charme, in einer Kulisse von Tausendundeiner Nacht unterwegs zu sein. Sehenswürdigkeiten mit den Highlights wie „Koutoubia-Turm“ und dem berühmten Marktplatz „Djema el Fna“ bieten nicht nur eine außergewöhnliche Kulisse für Tausende Touristen, sondern säumen auch eine wunderschöne, flache Rennstrecke für die Marathonis auf ihrem Weg durch die Innenstadt.

Verlockende Aussichten, die auch TG-Triathlet Rachid Bardach veranlassten, Ende Januar nach Marokko zu reisen, um bei der inzwischen 33. Auflage des Marrakesch Marathons an den Start zu gehen. Am Veranstaltungstag hatten die Teilnehmer Glück mit dem Wetter, denn es wurde ein sonniger Tag. Als um 8.30 Uhr auf der Avenue de la Menara der Startschuss für das internationale Starterfeld fiel, zeigte das Thermometer zwar nur zwei Grad Celsius, doch bis Mittag kletterten die Temperaturen auf angenehme 16 Grad. Die guten Bedingungen nutzte Rachid Bardach von der TG, um den Marathon mit 44:26 Minuten für zehn Kilometer anzugehen, zur Halbzeit zeigte die Uhr 1:42:59 Stunden. Die Strecke verlief über Alleen mit Palmen, Orangen- und Olivenbäumen, aber auch entlang der Stadtmauern aus dem 12. Jahrhundert. Den zweiten Teil des Marathons schaffte der Neusser in 1:48:21 Stunden und konnte in der Zeit von 3:31:20 Stunden als 247. der Gesamtwertung ins Ziel einlaufen. In der Altersklasse V1 (M40) belegte Bardach den 41. Platz. Sein Kilometer-Schnitt betrug 4:39 Minuten und er legte in der Stunde 12,9 Kilometer zurück. Nur zum Vergleich: Den Streckenrekord beim Marrakesch Marathon hält der Marokkaner Hicham Laqouahi. 2020 kam lief nach 2:06:32 Minuten über die Ziellinie.

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