Kommentar : Asse machen Lust auf mehr

Was am Morgen mit Regen begann, entwickelte sich im Laufe des Tages zu einem echten Augenschmaus. Nach der vom Jahrhundertsturm Ela verursachten Zwangspause im Vorjahr hat sich der Sommernachtslauf mit seiner 33. Auflage stark zurückgemeldet. Darum konnte am Ende auch der mit seiner Agentur h1 für die Organisation und die Vermarktung der Veranstaltung zuständige Marc Hillen wieder lachen. Der Pechvogel, schon mit einer beim Fußball erlittenen Verletzung am Sprunggelenk in die Woche gegangen, hatte sich beim Aufbau am Samstag eine tiefe Schnittwunde am Zeigefinger der linken Hand zugezogen, die im Neusser Etienne-Krankenhaus umgehend mit fünf Stichen genäht werden musste.

Trotzdem erkannte auch er, dass der gelungene Auftritt der sympathischen Hahner-Twins" sogar eine Kehrtwende möglich gemacht hat. Wer gesehen hat, wie die Marathon-Zwillinge von den Aktiven mit ihren Fotowünschen in Beschlag genommen wurden, kam nicht umhin, die Bedeutung des Leistungs- für den Breitensport anzuerkennen. Die Rückkehr zum "Lauf der Asse" beim Sommernachtslauf steht deshalb jetzt nicht unmittelbar bevor, doch kann sich Hillen inzwischen durchaus vorstellen, die 34.

Auflage mit zwei weiteren strahlkräftigen Läufern zu beleben. Und weil im Moment einiges im Fluss ist, sollte auch eine Verlagerung des Spektakels zurück auf den Markt zum Thema werden. Ist aber nur so eine Idee ... Dirk Sitterle

(NGZ)