Korschenbroich: Asphalt wird geflickt

Korschenbroich: Asphalt wird geflickt

Zentimeter tiefe Löcher auf den Straßen: Der Dauerfrost hat im Stadtgebiet ganze Fahrbahnen in Holperstrecken verwandelt. Am schlimmsten getroffen hat es die Zollhausstraße. Das vorgesehene Budget ist fast aufgebraucht.

Der lange Winter hinterlässt im Korschenbroicher Stadtgebiet deutliche Spuren. "Der Dauerfrost hat so manche Asphaltdecke gesprengt und tiefe Löcher gerissen", weiß Georg Onkelbach (47). Der Leiter der "Stadtpflege" war am Freitag mit Karlheinz Dahlmanns (58) unterwegs, um sich die noch verbleibenden Schäden vor Ort anzuschauen.

Die Straßenunterhaltung ist eine klassische Aufgabe der Stadt: Früher war der Bauhof dafür zuständig, heute rücken die Mitarbeiter des Eigenbetriebes aus. Drei Kollegen werden von Dahlmanns das gesamte Jahr über für diese Aufgaben eingeteilt. Ein Kontrolleur hat nichts anderes zu tun, als in einem bestimmten Rhythmus und nach Wichtigkeit der Straßen das über 200 Kilometer umfassende Verbindungsnetz im Stadtgebiet abzufahren. "Die Kontrollen der Haupt- und Ortsdurchfahrten erfolgen wöchentlich", so Dahlmann zur Stufe 1, während die anderen Straßen im 14-tägigen und vierwöchigen Takt abgefahren werden.

Die Mängelliste ist für Klaus Danners (49) und Peter Dahmen (64) entscheidend. "Anhand der Daten wird ihre Route zusammengestellt", so Onkelbach. Danners und Dahmen sind dann mit einer Asphaltmischung unterwegs. Die so genannte Wintermischung wird kalt in die Löcher gedrückt und teilweise mit Sand abgestreut. Um die Erwartungen der Bürger richtig einzustufen, gibt's ein offenes Wort von Onkelbach: "Es handelt sich bei den Ausbesserungsarbeiten um reines Flickwerk." Müssen ganze Fahrbahndecken neu geteert werden, bedient sich die Stadtpflege bei Fremdfirmen. "Wir sind in der Haftung und damit in der Pflicht, die Fahrbahndecken und die Fuß- und Radwege instandzusetzen."

Seit zwei Wochen ist das Danners/Dahmen-Team bereits im Dauereinsatz, um die schlimmsten Mängel zu beheben. Zum Wochenbeginn werden die dringenden Arbeiten auf der Zollhausstraße fortgesetzt. Danach geht's nach Steinhausen, um dort Mühlenkamp, Loosbenden, An der Mühle und danach die Hindenburgstraße in Schuss zu bringen. Onkelbach: "Dabei handelt es sich um Wanderbaustellen, die die Bürger nicht wirklich behindern."

Im Haushalt sind 50 000 Euro für Straßenunterhaltung 2010 angesetzt. "Damit kommen wir dieses Jahr nicht weit", rechnet Onkelbach vor. "Bis jetzt haben wir schon 30 000 Euro für Instandsetzungen ausgegeben und weitere Aufträge für 10 000 Euro erteilt." Er rechnet damit, dass die komplette Summe bis maximal Ende April ausreicht.

(NGZ)