Fußball : Arena erfüllt Erwartungen

Aufgefallen Die Spannung war groß vor der Endrunden-Premiere der Fußball-Kreishallenmeisterschaft in Dormagen. Hinterher herrschte Zufriedenheit vor, auch wenn es organisatorisch noch nachzubessern gilt.

Dass Hermann-Josef Koch als Vorsitzender des Fußballkreises Grevenbroich-Neuss die Premiere der Sportarena am Dormagener Höhenberg als Austragungsort der Endrunde der Kreishallenmeisterschaft bei der Siegerehrung uneingeschränkt positiv bewertete, war kaum anders zu erwarten. Was das Ambiente für die Zuschauer im Vergleich zur Großsporthalle in Gustorf anbelangt, herrschte in der Bewertung auch große Einigkeit. Doch mit Blick auf die Rahmenbedingungen für den sportlichen Teil gab es auch kritische Stimmen zu hören.

Gar nicht einverstanden war etwa Dean Puseljic vom Titelträger VdS Nievenheim mit den Gegebenheiten für die Spieler. "Es kann doch nicht sein, dass das Turnier noch Dormagen geholt wird, ohne sicher zu wissen, dass dort dieselben Bedingungen geboten werden können", meinte der Routinier mit Blick auf die notdürftig mit Matten abgedeckten Banden neben den Toren und das aus seiner Sicht zu große Spielfeld. "Dadurch ist das Spiel zu sehr in die Breite gezogen und in der Folge zu langsam geworden. Schnelle Kombinationen waren kaum möglich." Doch grundsätzlich findet Puseljic den Wechsel an den Höhenberg gut, weil die Arena das Potenzial für eine richtig gute Veranstaltung hat. Das große Potenzial erkennt auch Hermann-Josef Otten, Trainer des Überraschungsfinalisten DJK Gnadental. Er sieht allerdings weniger Bedarf, Banden und Spielfläche zu ändern, er wünscht sich zusätzliche Anstrengungen, um mehr Zuschauer anzulocken als die gut 800 am Sonntag. "Noch mal 500 Zuschauer mehr, dann gibt es nichts Schöneres für die Jungs, als in dieser Halle zu spielen", sagt Otten.

Die Zuschauer, die gekommen waren, fühlten sich sichtlich wohl. Vor allem der geräumige Gastronomiebereich mit Blick auf die Spielfläche sorgte für Begeisterung. Seppi Stumpilich, der nach vielen Stationen als Spieler im Rhein-Kreis Neuss aktuell seine Karriere beim Bezirksligisten VfL Benrath ausklingen lässt, war gekommen, um frühere Mannschaftskameraden zu beobachten und Bekannte zu treffen. "Der Umzug nach Dormagen war das Beste, was man machen konnte. Die Atmosphäre hier gefällt mir echt gut", meinte Stumpilich, während er mit einem Glas Bier in der Hand aufs Spielfeld schaute. Kreisvorsitzender Hermann-Josef Koch geht jedenfalls davon, dass es einen zweiten Versuch am Höhenberg geben wird. Es soll mit den Vereinen gesprochen werden, um eventuell nachzubessern: "Aber bis auf ein paar Kleinigkeiten war das eine gelungene Veranstaltung. Es gibt schon zwei Vereine, die sich eine neuerliche Ausrichtung in Dormagen vorstellen können."

(NGZ)