Wilfried Jacobs feiert einen runden Geburtstag: "Arbeitstier" und Perfektionist

Wilfried Jacobs feiert einen runden Geburtstag: "Arbeitstier" und Perfektionist

Er gilt als Perfektionist. Sein Anspruch ist extrem hoch - an sich selbst, aber auch an sein Team. Eine 70-Stunden-Woche ist für Wilfried Jacobs, hauptamtlicher Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland, Standard. Und das wird sich auch nach seinem heutigen Geburtstag nicht ändern: Wilfried Jacobs nullt. Er vollendet am Mittwoch sein 60. Lebensjahr: Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland.

Er gilt als Perfektionist. Sein Anspruch ist extrem hoch - an sich selbst, aber auch an sein Team. Eine 70-Stunden-Woche ist für Wilfried Jacobs, hauptamtlicher Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland, Standard. Und das wird sich auch nach seinem heutigen Geburtstag nicht ändern: Wilfried Jacobs nullt. Er vollendet am Mittwoch sein 60. Lebensjahr: Wilfried Jacobs, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland.

Und wer Jacobs kennt, weiß - dass er mit der Vollendung des 60. Lebensjahres keinen Gang zurückschalten wird. Schließlich ist die AOK Rheinland - der er seit Januar 1996 in dieser Position vorsteht - mit 185 Geschäftsstellen, 26 Regionaldirektionen, 6.700 Mitarbeitern und einem Haushaltsvolumen von sechs Milliarden die sechstgrößte Krankenkasse bundesweit.

Am Erfolg der Krankenkasse maßgeblich beteiligt ist der gelernte Sozialversicherungsfachmann, zu dessen Stationen auch die Innungskrankenkassen in Mönchengladbach und Düsseldorf gehören, bevor er dann 1970 zunächst Verantwortung im AOK-Landesverband übernahm. Zehn Jahre war er Leiter der AOK-Marketing-Abteilung, bevor er 1994 Vorsitzender der Geschäftsführung in der Düsseldorfer AOK-Hauptzentrale wurde.

Der gebürtige Mönchengladbacher, der mit seiner Familie seit vielen Jahren in Pesch beheimatet ist, hatte bei dem Aufstieg aber nicht nur die eigene Karriere fest im Blick. Er versteht es, zu führen und zu managen. Wenn es um das Thema Krankenversicherung geht, macht ihm so schnell niemand etwas vor. Wilfried Jacobs weiß, was er will - für sich - aber auch für die Versicherten.

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Und so sagte er noch im NGZ-Gespräch von September - mit Blick auf das jetzt in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz: "Die Patienten zahlen die Zeche." Allerdings räumte er auch ein: "Es hätte noch viel schlimmer kommen können." Jacobs ist ein unermüdlicher Streiter für zertifizierte Qualität, die er dann auch entsprechend honoriert wissen will.

Beim Kampf gegen den Krebs ist er stets zur Stelle, und so war er auch maßgeblich an der Initiative gegen Brustkrebs beteiligt. Doch schon vor über 15 Jahren hat die Kinderkrebshilfe in Düsseldorf seine Aufmerksamkeit geweckt. Als Ausgleich zu seinen beruflichen Verpflichtungen bat er seinerzeit regelmäßig eine illustre Runde prominenter Besucher zum Talk auf die Couch nach Pesch.

Der Erlös ging - wie kann's anders sein - stets an die Kinderkrebshilfe. Aber nicht nur sein soziales Engagement wissen die Korschenbroicher zu würdigen. Sie sind Stolz auf "ihre" Niederrhein-Klinik, für die Jacobs auch als Mitinitiator und Motivator gilt. Für zwei Jahre übernahm der Wahl-Pescher auch als Präsident die Verantwortung bei Borussia Mönchengladbach.

Allerdings ließen sich die beiden Unternehmen auch von einem "absoluten Arbeitstier" - wie Insider immer wieder bestätigen - nicht parallel führen. Der Beruf ist sein Leben. Und so greift der Opern-Narr - sportbegeistert und "leseverrückt" - in seiner wenigen Freizeit ausschließlich zu Fachliteratur. Autoren, die ihre Krankengeschichte zu Papier brachten, hat Jacobs nicht nur gelesen - sie wurden von ihm eingeladen, um noch näher am Thema und am Menschen zu sein. Ruth Wiedner

(NGZ)
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