Lokalsport: Arbeiter sind in - Träumer out

Lokalsport: Arbeiter sind in - Träumer out

Der Blick auf die Tabelle der Basketball-Regionalliga West verrät: Nach 20:2 Punkten in Folge sind die Elephants Grevenbroich ein ernsthafter Aufstiegskandidat.

Nur noch zwei Zähler trennen die Mannen von Trainer Heimo Förster vom Spitzenduo - und da auch der direkte Vergleich für die Elephants spricht, hätten sie bei Punktegleichheit gegenüber Schwelm und den seit dem ersten Spiel mit einer Sternchenwertung belasteten Dortmundern auf jeden Fall den Rüssel vorne.

Förster jedoch lassen diese Aussichten im Gegensatz zum nervösen Umfeld in der Schloss-Stadt völlig kalt. Natürlich ignoriert er die Lage nicht, "die Jungs können auch die Tabelle lesen", doch rät er seinen Spielern, sich aufs Praktische zu konzentrieren.

"Wir sollten erst mal unsere Hausaufgaben machen und dann darüber nachdenken, was alles möglich ist." Arbeiten, nicht träumen. Zum Start ins neue Jahr beschert dem Tabellendritten die Liga am Samstag Abend (19 Uhr, Sporthalle Gustorf) gleich eine richtig schwere Prüfung.

Zwar hinkt die BG Südpark Bochum auf Rang sechs ihren eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher, doch zählt die Truppe von Trainer Thorsten Morzuch ganz sicher mit zum Stärksten, was das WBV-Oberhaus zu bieten hat.

Förster weiß das selbstverständlich, und darum nahm er die BG am vergangenen Wochenende bei ihrem 86:74-Heimsieg über Waltrop gemeinsam mit seiner Co-Trainerin Nadine Homann (hatte die Mannschaft beim 97:83-Erfolg im Hinspiel gecoacht) eingehend unter die Lupe.

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"Die spielen gar nicht so verkehrt", stellte er danach fest. Angetan zeigte er sich vor allem von Parrish Brown. Der Absolvent der University of Maryland - im US-College-Basketball eine der ersten Adressen - hatte den nach einem Disput mit den Schiedrichtern im Pokalspiel gegen Leverkusen II (79:80) ausgemusterten Maik Berger abgelöst. Sein Debüt garnierte der Spielmacher aus den United States mit 28 Punkten.

Am Samstag dürfte es Grevenbroichs Neuverpflichtung Chris Woolridge beim Einstand eher mit Center Cory McJimson zu tun bekommen. Denn das Arbeitsfeld des 1,98 Meter großen US-Boys liegt vor allem unter den Körben.

"Auf dieser Position brauchten wir nach dem Ausfall von Juppi Grips dringend Ersatz", erklärt Förster. Da Bochum in Jonas Dauber (20 Punkte im Hinspiel) und Mathias Veit noch über weitere starke Center verfügt, kann Grevenbroichs lange Garde um Timo Verwimp und Peter Krausen jede Hilfe sicher gut gebrauchen.

Ein Auge sollten die Gastgeber auch auf Rodrigo Griffa Berro (im Hinspiel für 28 Punkte gut) und Patrick Abraham haben.

Förster weiß um die Bedeutung der Partie - jeder Ausrutscher wäre im heißen Dreikampf an der Spitze jetzt fatal -, beruhigt aber: "Die Saison ist noch lang …"

(NGZ)
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