Kanu : Anna Faber paddelt zu Silber

Damit hatte wohl niemand gerechnet im Lager des WSC Bayer Dormagen, am wenigsten Anna Faber selbst: Gleich bei ihrer ersten WM-Teilnahme erkämpfte sich die 16-Jährige bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom auf dem Wisconsin River eine Silbermedaille – und das als jüngste im Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes.

Damit hatte wohl niemand gerechnet im Lager des WSC Bayer Dormagen, am wenigsten Anna Faber selbst: Gleich bei ihrer ersten WM-Teilnahme erkämpfte sich die 16-Jährige bei den Junioren-Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom auf dem Wisconsin River eine Silbermedaille — und das als jüngste im Aufgebot des Deutschen Kanu-Verbandes.

"Wie geil ist das?", lautete der erste Kommentar der Dormagenerin, nachdem sie zusammen mit Caroline Trompeter aus Hanau und Rebecca Plonka aus Fürth Platz zwei im Mannschaftswettbewerb hinter Großbritannien und vor Tschechien belegt hatten.

Dabei hatte Bundestrainer Jürgen Schubert vor dem Rennen noch gemeint: "Das ist eine schwierige Strecke, besonders für die Mannschaften." Schließlich müssen sich im Teamwettbewerb drei Boote gleichzeitig durch den Slalomparcours kämpfen und dabei nicht nur Tore und Wasserlauf, sondern auch die Fahrweise ihrer Mannschaftskolleginnen beachten. Das gelang dem deutschen Kajak-Trio auf dem Wausau Whitewater Course bestens. Eröffnet wurden die Titelkämpfe im US-Bundesstaat Wisconsin mit den Einzelwettbewerben. Im ersten Qualifikationsrennen überraschte Anna Faber dabei mit einem fehlerfreien Lauf, der sie als beste Deutsche auf Rang sechs brachte.

Nach dem zweiten Lauf rutschte sie zwar auf Platz 13 ab, doch das bescherte ihr den Einzug ins Halbfinale der besten dreißig Fahrerinnen, was vor der WM ihr persönliches Ziel war. Dort scheiterte sie nur ganz knapp am Einzug ins Finale und freut sich bereits jetzt auf die Europameisterschaften im September auf der Soca im slowenischen Solkan. -vk

(NGZ/rl)