Friedrich-Kreutzer-Straße bleibt gesperrt: Anlieger unzufrieden mit Beschluss

Friedrich-Kreutzer-Straße bleibt gesperrt : Anlieger unzufrieden mit Beschluss

Die Verkehrslage im Bereich der Friedrich-Kreutzer-Straße (Herrenshoff) - ein fast zweijähriges Dauer-Thema in der Anliegerschaft und auch in den zuständigen Fachausschüssen - wurde nunmehr im Bauauschuss um ein weiteres Kapitel ergänzt.

Ausgelöst wurde das Für und Wider im März 1999 durch eine entsprechende Bürgereingabe und Ausschuss-Beschlüsse, etwas gegen erhöhte Geschwindigkeiten und zunehmenden Durchgangsverkehr zu unternehmen. Es wurde nicht nur die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 30 verringert, sondern auch bauliche Maßnahmen im Fahrbahnbereich vorgenommen. Im Einvernehmen mit dem Landschaftsverband Rheinland wurde sogar die Signalsteuerung an der Kreuzung L 390, L 361 und L 382 bewerkstelligt.

Zu Jahresbeginn forderte ein Teil der Anlieger die Sperrung der Friedrich-Kreutzer-Straße für den Durchgangsverkehr, die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereiches, Fahrbahnverengung und polizeiliche Kontrollen. Der zuständige Bauausschuss reagierte entsprechend und beschloss ein Durchfahrtsverbot mit dem Zusatz "Anlieger frei", sowie den Einbau von Pflanz-Inseln zur punktuellen Reduzierung der Fahrbahnbreite. Nunmehr wurden mit einer Unterschriftensammlung (200 Anlieger unterschrieben) die Mehrheit der Anlieger mobil. Sie verlangten die Aufhebung des Durchgangsverkehrsverbotes.

Sie begründeten ihr Verlangen wie folgt: "Eine aus Mitteln der Allgemeinheit finanzierte Straße darf der Allgemeinheit nicht entzogen werden." Die Friedrich-Kreutzer-Straße ist die kürzeste Verbindung zwischen der Ortslage Herrenshoff und der A 44/ A 52, sowie verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten im benachbarten Mönchengladbach. Durch die erfolgte Sperrung der Straße werden andere Straßen in der Herrenshoffer Ortslage mehr belastet.

Für die CDU-Fraktion machte Ratsmitglied Heinz Birkmann geltend, es bei der Sperrung des Durchgangsverkehrs zu belassen, aber das Schild "Anlieger frei" durch das Schild "Herrenshoff - Ortsverkehr frei" zu ersetzen. Für die Sozialdemokraten machte Hans-Joachim Goetze klar, dass die Anliegerfunktion erhalten bleiben muss. Er sprach sich wie FDP und UWG für die Aufhebung der Sperre des Durchgangsverkehrs aus.

Als sachkundiger Bürger warb auch Hans Bolten (Werbering Korschenbroich) für die Aufhebung der Sperre, da es nach seiner Meinung unmöglich sei, einen Ortsteil verkehrsmäßig abzukapseln. Die CDU-Mehrheitsfraktion im Ausschuss blieb bei ihrem Beschluss-Antrag, obwohl selbst die Verwaltung bestätigte, ein Schild "Herrenshoff - Ortsverkehr frei" entspräche nicht der Straßenverkehrsordnung. Mit dem Zusatz, die Verwaltung möge die Rechtsmäßigkeit des Schildes prüfen, setzte die CDU-Fraktion ihren Antrag durch. Zum sichtlichen Unwillen der anwesenden Herrenshoffer bleibt es demnach vorerst bei der Sperrung des Durchgangsverkehrs. pm

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