Skaterhockey : Angstgegner im Anflug

Wer Lust hat, kann sich die Spieler des Skaterhockey-Bundesligisten TV Augsburg am Wochenende gleich zweimal anschauen: Heute treten die bayerischen Schwaben bei den Crash Eagles an, morgen bei den Uedesheim Chiefs.

Das Grauen hat einen Namen: Lukas Fettinger. Der Nationalspieler sucht an diesem Wochenende mit dem TV Augsburg gleich beide im Rhein-Kreis angesiedelte Skaterhockey-Bundesligisten heim. Die Uedesheim Chiefs, bei denen der spielstarke Gast morgen Nachmittag (14 Uhr, Anlage am Norfer Weg)) vorstellig wird, bezeichnen Augsburg sogar als Angstgegner, liegt der letzte Sieg im direkten Duell doch schon satte fünf Jahre zurück. Wolfgang Dietrich, Vorsitzender der Crash Eagles Kaarst, treibt vor dem heute um 17 Uhr im Sportforum Büttgen angepfiffenen Match die Frage um: "Wie verhindere ich, dass Lukas Fettinger Tore schießt?"

Die Sorge ist durchaus berechtigt. Fettinger hat in bislang vier Spielen schon elfmal getroffen und dazu noch fünf Torvorlagen gegeben. Am 10:7-Erfolg der bayerischen Schwaben vor Wochenfrist über Uedesheim war der Stürmer mit stolzen sieben Treffern beteiligt. Und trotzdem hat Trainer Gerry Elesen seinem Team keine spezielle Taktik verordnet. Seine Begründung: "Er ist sicher Augsburgs bester Spieler, aber eben auch nur Teil einer wirklich guten Mannschaft. Wir dürfen uns daher nicht nur auf ihn konzentrieren." Dietrich sieht das ganz genauso: "In Frank Koszlovsky, der schon siebenmal getroffen hat, und den fünfmal erfolgreichen Stefan Gläsel stehen noch zwei weitere torgefährliche Spieler in den Reihen der Ausgburger." Das für die Crash Eagles verantwortliche Trainergespann Wolfgang Hellwig und Jan Opial bevorzugt darum eine andere Strategie: "Wir müssen deren Spielrhythmus unterbrechen", fordert Hellwig.

Von entscheidender Bedeutung dürfte heute auch die Torhüterleistung sein. Gut für die Eagles, dass sie auf dieser Position in Philipp Inger und Dario Khazaei zwei ausgesprochene Fachleute beschäftigen. Während die noch ungeschlagenen Augsburger mit Rang vier (drei Siege, ein Unentschieden) und die Kaarster als Fünfte für die eingleisige 1. Bundesliga qualifiziert wären, müssen die Chiefs als Tabellensiebte dringend zulegen. Mut macht Elesen der erst sieben Tage zurückliegende Auftritt in Augsburg: "Da haben wir sehr gut mitgehalten und hätten mit etwas mehr Glück zwei Punkte mitnehmen können." Da morgen Glück allein nicht ausreichen dürfte, fordert der Uedesheimer Coach zudem bedingungslosen Einsatz, Kampf und Spielwitz. "Wir müssen alles in die Waagschale werfen." Fehlen wird studienbedingt nur Benni Meschke.

(NGZ)