Eltern: Beleuchtung von Neu-Garzweiler zum Gymnasium: Angst vor Kriminalität und Verletzung

Eltern: Beleuchtung von Neu-Garzweiler zum Gymnasium : Angst vor Kriminalität und Verletzung

Die Eltern der Gymnasiasten und Realschüler in Jüchen machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Der Grund: Der Verbindungsweg zwischen dem Schulzentrum und Neu-Garzweiler, der zurzeit täglich von rund 50 Schülern genutzt wird, ist nicht beleuchtet - und das soll sich auch nicht ändern. Die Jüchener Gemeindeverwaltung empfiehlt in den Unterlagen des Bau- und Nahverkehrsausschusses am kommenden Donnerstag, auf Lampen auch weiterhin zu verzichten. Der Weg von Neu-Garzweiler zum Gymnasium führt über eine Brücke am Jüchener Bach. Insgesamt sind nach den Berechnungen der Eltern 155 Meter unbeleuchtet. Sie haben Angst, dass sich ihre Kinder verletzen. NGZ-Foto: L. Berns

Die Eltern der Gymnasiasten und Realschüler in Jüchen machen sich Sorgen um die Sicherheit ihrer Kinder. Der Grund: Der Verbindungsweg zwischen dem Schulzentrum und Neu-Garzweiler, der zurzeit täglich von rund 50 Schülern genutzt wird, ist nicht beleuchtet - und das soll sich auch nicht ändern. Die Jüchener Gemeindeverwaltung empfiehlt in den Unterlagen des Bau- und Nahverkehrsausschusses am kommenden Donnerstag, auf Lampen auch weiterhin zu verzichten. Der Weg von Neu-Garzweiler zum Gymnasium führt über eine Brücke am Jüchener Bach. Insgesamt sind nach den Berechnungen der Eltern 155 Meter unbeleuchtet. Sie haben Angst, dass sich ihre Kinder verletzen. NGZ-Foto: L. Berns

Das Gymnasium kann von hinten über einen befestigten Wirtschaftsweg erreicht werden. Er führt über eine Holzbrücke am Jüchener Bach und vor dort über den Rundweg um den Umsiedlungsort. Die Schulpflegschaft des Gymnasiums hatte bereits vor einiger Zeit beantragt, dass der Weg beleuchtet wird, die Eltern der Realschule schlossen sich dem Wunsch an. Die Verwaltung hat sich daraufhin bei der Niederrheinische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (NVV) nach den Kosten erkundigt: Eine Beleuchtung des Abschnittes würde 20.000 Mark kosten, außerdem seien Folgekosten für Wartung und Energie zu erwarten.

Diese Investition ist in den Augen der Planer im Rathaus überflüssig, da es drei andere beleuchtete Übergänge von Neu-Garzweiler nach Jüchen gebe: die Kelzenberger Straße, die Gasse vom Hamscherhof zur Fallerstraße und die Gasse zum Scheulenbend. Dieser Weg werde von der Bushaltestelle und vom Anger aus gleichzeitig angestrahlt. Die Beschlussempfehlung der Verwaltung lautet daher: Auf eine Beleuchtung des Verbindungsweges Jüchen-Neu-Garzweiler wird verzichtet. Die Eltern sind verärgert über diese Einschätzung und wollen die Politiker davon überzeugen, sich anders zu entscheiden.

Die beiden Schulpflegschaftsvorsitzenden Birgit Gageik (Gymnasium) und Maria Fornacon-Bierewirtz (Realschule) haben einen Brief an den Vorsitzenden des Bauausschusses, Andreas Tillmann (CDU), verfasst, um auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen. "Am vergangenen Samstag haben wir uns zu einer Ortsbesichtigung getroffen, um uns noch einmal ein Bild von der Situation zu machen", sagt Birgit Gageik. "Zwischen der letzten Lampe am Ortsausgang Jüchen und der ersten Lampe am Gymnasium liegen 155 Meter unbeleuchtete Wegstrecke." Die Eltern bitten die Politiker zu prüfen, ob der Weg bis zur Brücke über einen zusätzlichen Strahler abgedeckt werden kann.

Eine Alternative sei auch, die Finanzierung der Beleuchtung mit in das Konzept des Realschulneubaus aufzunehmen. Die Eltern befürchten nicht nur, dass ihre Kinder in der Dunkelheit Angst haben könnten oder ihnen sogar etwas zustößt. "Neben dieser abstrakten Kriminalitätsfurcht sehen wir die konkrete Gefahr, dass Schüler sich auf dem Weg verletzen, da sie in der Dunkelheit stolpern, sich den Fuß umknicken oder sogar etwas brechen", kritisieren die Schulpflegschaftsvorsitzenden. Auch im Hinblick auf die Nutzung des Gymnasiums als Kulturzentrum sei es sinnvoll, den Weg zu beleuchten. "Er könnte dann auch von älteren Menschen genutzt werden", so Gageik.

Im Moment wachse der ohnehin schmale Weg jedoch immer weiter zu, die Sicht werde zunehmend schlechter. Zurzeit nutzten rund fünf Kinder in jeder Klasse die schnellste Verbindung von Neu-Garzweiler zur Schule. "Mit jedem neuen Jahrgang werden jedoch mehr Schüler betroffen sein", sagt Birgit Gageik. "Wir fordern, dass dieser Punkt vertagt und nochmals ein Ortstermin angesetzt wird, bei dem neben Verwaltungsmitarbeitern auch die Schulpflegschaft dabei ist." PeS