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Klarer Sieg für den TVK: Angermund kein Prüfstein

Klarer Sieg für den TVK : Angermund kein Prüfstein

Ganze 200 Zuschauer wollten das Heimspiel der Regionalliga-Handballer des TV Korschenbroich gegen den TV Angermund sehen, mehr hatte der 34:22-Heimsieg (Halbzeit 12:12) des TVK allerdings auch nicht verdient. Beide Teams fanden im ersten Durchgang überhaupt nicht ins Spiel.

Fehlpässe, überhastet vorgetragene Angriffe und technische Fehler - dazu eine indiskutable Leistung des Schiedsrichtergespanns und ein Gegner, der zeitweise nicht mal Oberliga-Format hatte. Mit nur sieben Spielern inklusive Keeper liefen die Gäste in der Korschenbroicher Waldsporthalle auf, ein erstes Indiz dafür, dass die Angermunder "Konkursmasse" wohl kaum ein echter Prüfstein für die Korschenbroicher werden sollte. Doch im ersten Durchgang hatten die Schützlinge von Trainer Wolfgang Brandt ihre liebe Mühe mit dem letzten Aufgebot der Gäste.

Vor allem der gut aufgelegte Angermunder Keeper Stefan Graedke machte mit seinen Paraden den Offensivbemühungen der Gastgeber immer wieder ein Strich durch die Rechnung. Obendrein glänzte der Angermunder Schlussmann mit zwei (!) Treffern. Einmal überraschte er TVK-Keeper Ingo Triebler mit einem direkt verwandelten Abwurf. Dann fing Graedke einen Tempogegenstoß ab, spielte aber nicht wie erwartet ab, sondern marschierte nach vorn und verwandelte von der halblinken Position. Nach der Pause war die Gegenwehr der Angermunder, die nun konditionell wie spielerisch nichts mehr entgegenzusetzen hatten, gebrochen.

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Schnell zog der TVK auf 25:18 davon, formierte seine Abwehr nun besser und im Tor sorgte Markus Mönkedieck für einen sicheren Rückhalt. Nach der Partie fand TVK-Sprecher Dieter Kowalewski deutliche Worte: "Es ist erschreckend, dass neben dem TV Angermund mindestens zwei weitere Vereine in der Regionalliga nur mehr schlecht als recht ums finanzielle Überleben kämpfen. Punktspiele, die den Namen eigentlich nicht verdienen, weil auf einer Seite die zweite oder dritte Garnitur antritt, sind für die Zuschauer alles andere als attraktiv." Für den zynischen Schlusspunkt sorgte dann TVA-Trainer Mijac Cikosic, verlangte der Gäste-Coach auf der anschließenden Pressekonferenz doch ernsthaft, dass der TVK in der Schlussphase seine zweite Garnitur auflaufen lässt, um das Ergebnis in Grenzen zu halten.

Im Kampf um den prestigeträchtigen Platz fünf hat der TVK damit einen weiteren Schritt nach vorn gemacht, denn Rivale TV Oppum verlor in Dinslaken deutlich. -tobi

(NGZ)