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Korschenbroich: Andreas-Turnhalle bis zu den Sommerferien gesperrt

Korschenbroich : Andreas-Turnhalle bis zu den Sommerferien gesperrt

Die Zweifachturnhalle der Korschenbroicher Andreas-Schule bleibt voraussichtlich noch bis zu den Sommerferien gesperrt. Das bestätigte gestern Heinz-Josef Maaßen (48) vom städtischen Gebäudemanagement auf Anfrage. Der Grund: Der angenommene Wasserschaden hat sich zwischenzeitlich auf den kompletten Prallschutz in der Halle und den angrenzenden Geräteraum ausgedehnt.

Zum Hintergrund: Die Turnhalle war durch einen Fehler im Abwassersystem mit Fäkalien vollgelaufen. Die Fäkalkeime gelangten Ende Februar in die Halle, als eine Hebeanlage im Abwassersystem ausgefallen war und auch das Schmutzwasser nicht richtig abgeleitet werden konnte. Obwohl die Verwaltung direkt Pumpen und Nasssauger in Betrieb nahm, setzte sich die Feuchtigkeit offensichtlich fest. "Der Schwingboden wurde dadurch massiv beschädigt und die Dämmung durch die Keime kontaminiert", hatte Maaßen noch am 21. März gesagt.

Mittlerweile gibt es immer mehr Schadensmeldungen. Während Sportamtsleiter Hans-Peter Walther (59) anfangs noch die Hoffnung hatte, innerhalb von zehn Wochen seien die Reparaturen zu stemmen, weiß Maaßen, dass diese Zeitangabe längst nicht mehr zu halten ist. Für ihn ist "Ende Juli" eine realistische Schätzung.

Die Hebeanlage wurde bereits komplett erneuert. Zurzeit laufen die Demontage- und Desinfektionsarbeiten durch eine Spezialfirma. Sie arbeitet mit abgeschotteter Unterdruckkammer und spezieller Ausrüstung. "Die Basis für diese Arbeiten war ein Sanierungskonzept des Sachverständigen vom Ingenieurbüro Biomess", sagt Maaßen. Allein für diese Arbeiten sind rund drei Wochen veranschlagt. Danach erfolgt eine erneute Untersuchung auf eventuell noch vorhandene Restsporen und Keime. "Erst nach der Freigabe kann der Sportboden und der Prallschutz erneuert werden."

Bei der Maßnahme handelt es sich um einen Versicherungsschaden. Zu den vorläufigen Kosten merkte Maaßen vorsichtig an: "Wir haben die 200.000-Euro-Marke bereits bei weitem überschritten."

(NGZ)