Am letzten Spieltag vor Weihnachten empfängt Hackenbroich Gierath.

Fußball : Mit Abstiegskampf pur in die Pause

Am letzten Spieltag vor Weihnachten empfängt Hackenbroich Bedburdyck/Gierath.

Zwei Wochen vor dem Weihnachtsfest spukt in der Fußball-Kreisliga A das Abstiegsgespenst umher. Unter dem Hackenbroicher Flutlicht treffen am Freitag (19.30 Uhr) der TuS und der SV Bedburdyck/Gierath aufeinander.

Nach 16 Spieltagen sieht es für die früheren Bezirksliga-Klubs düster aus: Hackenbroich verschlechtert sich seit dem Abstieg 2015 von Jahr zu Jahr und kämpft nun wieder ums sportliche Überleben. Trainer Nils Heryschek zog vor zwei Monaten selbst die Handbremse, doch so richtig gebessert hat sich die Situation nicht. Nun soll Vater Arnold Heryschek die Hackenbroicher wieder auf Kurs bringen. „Wir haben eine gute Mannschaft, die aber nicht als Team funktioniert. Deswegen haben wir einen erfahrenen Trainer geholt“, erklärte Geschäftsführer Hans Dick. Die Trainingsbeteiligung und das Verhalten auf dem Platz hätten sich schon verbessert, berichtet Dick. Trotz lediglich 15 Punkten aus 16 Spielen und Abstiegsplatz 14 denkt in Hackenbroich noch keiner an den Abstieg. Dick: „Wir planen noch nicht für die Kreisliga B, dafür ist die Liga zu eng.“ Für ihn steht zunächst einmal das „Abstiegsendspiel“ gegen Gierath im Fokus: „Wir müssen gewinnen, damit wir mit guter Stimmung in die Winterpause gehen.“ Ein Erfolg am Freitagabend sei aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. „Wir werden bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt spielen.“

Die Situation beim Bezirksliga-Absteiger Bedburdyck/Gierath ist ähnlich prekär. Von vornherein war klar, dass die Truppe, die zu großen Teilen aus der in der Kreisliga B spielenden zweiten Mannschaft gebildet wurde, in der A-Liga Probleme haben würde. Nach starkem Zwischenspurt ist der SV wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Trainer Christian Mausberg wirkt ein wenig ratlos: „Sobald wir ein Gegentor kassieren, gehen die Köpfe runter und wenn mal zwei, drei Führungsspieler ausfallen, fehlt uns einfach die Qualität.“

Vor dem Duell mit Hackenbroich spricht der 45-Jährige von einem „lebenswichtigen Spiel“. In den direkten Duellen zuvor mit dem SVG Grevenbroich (3:5) und Jüchen (2:3) zog Gierath den Kürzeren. „Ich kann nur hoffen, dass wir in Hackenbroich etwas mitnehmen“, sagt Mausberg. In der Winterpause soll das vor allem an der körperlichen Fitness gearbeitet werden. Sein Plan für die Rückserie: „Wenn wir spielerisch nicht mithalten können, müssen wir über die Kondition kommen.“ Das wird Daniel Lipperson Abad nicht mehr miterleben, er verlässt den Verein.