Korschenbroich: Alux-Wohnpark Silvester fertig

Korschenbroich : Alux-Wohnpark Silvester fertig

Das ehemalige Alux-Gelände am Bahnhof wird zum Wohnpark. 24 der 35 Häuser sind verkauft. Die Arbeiten gehen zügig voran, so dass die Schlüsselübergabe drei Monate vorgezogen wird. Das heißt: Einzug zum Jahreswechsel.

Auf der Baustelle gegenüber dem Korschenbroicher Bahnhof herrscht reges Treiben. Die großen Fertigbauteile werden gleich mehrfach am Tag angeliefert und mit Kranen von Lkw auf die Baustelle punktgenau jongliert. Der rege Luftverkehr wird in der nächsten Woche mit dem Dachausbau eingestellt. Richtfest wird am Dienstag, 6. September, im Wohnpark "Altes Alux-Werk" gefeiert. Und dass die Deutsche Reihenhaus AG als Bauträger gut in der Zeit liegt, kann Pressesprecherin Ina Temme (29) nur bestätigen: "Wir werden drei Monate früher fertig."

Bislang war die Fertigstellung des Wohnparks mit Schlüsselübergabe für den 30. März 2012 anvisiert. Der nun vorgezogene Termin heißt für die neuen Besitzer: Silvester im eigenen Heim. "Darauf arbeiten wir jetzt hin", sagt Ina Temme, die den Jahreswechsel für ein Durchstarten in einen neuen Lebenabschnitt als besonders attraktiv findet. Von den 35 Neubauten sind übrigens schon 24 verkauft. "Die Nachfrage war bislang perfekt", zieht die Investoren-Sprecherin eine positive Bilanz. Die kleine Reihenhaus-Variante mit 81 Quadratmeter ist "ausverkauft". Vom Modell "Familienglück" sind schon sechs fest vergeben.

Die Deutsche Reihenhaus AG — mit Hauptsitz in Köln — hat sich im Rahmen ihrer bundesweiten Aktivitäten Korschenbroich als Standort für einen Wohnpark ausgesucht. Die Zielgruppe: junge Familien, Singles und Senioren. Da bislang zwei Drittel der Käufer aus dem Korschenbroicher Stadtgebiet kommen, denkt die Deutsche Reihenhaus AG über einen weiteren Wohnpark in der Stadt nach. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, doch Ina Temme weiß auch: "Wenn wir eine optimale Fläche von gut 4000 Quadratmetern finden, werden wir aufgrund der guten Nachfrage noch einen zweiten Wohnpark in Korschenbroich errichten."

So weit in die Zukunft blickt Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick nicht. Er ist erst einmal zufrieden, dass der "Schandfleck am Bahnhof" schon bald der Vergangenheit angehört. "Die Industriebrache war mir schon lange ein Dorn im Auge", gibt er offen zu. Für den Verwaltungschef ist der neue Wohnpark ein Gewinn für die Stadt. Er spricht von einem "interessanten Segment für junge Familien". Was ihm auch gefällt: "Wer künftig mit dem Zug anreist, der schaut auf einen schmucken Wohnpark."

Ein Haar in der vielzitierten Suppe bleibt aber: Die Dauer-Ruine in der Kurve zum Bahnhof ist schon seit über 15 Jahren als Schandfleck verschrien. Sie wird den Passanten neben den Neubauten einmal mehr unangenehm ins Auge stechen. Für Dick ein Dauer-Ärgernis. "Wir können dort leider nichts machen. Der Eigentümer bewegt sich mit seinen Aktionen geschickt im Rechtsrahmen, so dass wir ihm die Baugenehmigung nicht entziehen können."

(NGZ/jt)