Fußball : Alles friedlich im Erftstadion

Auch wenn Jupp Breuer, Vorsitzender des SC Kapellen, sich ein anderes Ergebnis gewünscht hätte als das 0:1 gegen den KFC Uerdingen. Erleichtert war er dennoch, dass sein Verein in Zusammenarbeit mit der Polizei den Ansturm von über 1500 Zuschauern bewältigt hatte und dass die nach den Vorfällen von Ratingen besonders im Fokus stehenden Anhänger des KFC unauffällig geblieben waren.

"Wir sind natürlich froh, dass alles so friedlich verlaufen ist", meinte Breuer aus Sicht des SCK. Auch die Polizei unter Führung von Einsatzleiter Edgar Klauenberg konnte bis gestern Abend keine Auffälligkeiten feststellen. "Aus unsere Sicht ist alles störungsfrei verlaufen", meldete Polizei-Hauptkommissar Roland Rother aus der Einsatzleitstelle in Neuss.

Das Gros der KFC-Fans war vor dem Spiel vom Bahnhof in Kapellen zum Erftstadion geleitet worden, auf dem Rückweg genauso. Im Stadion war für die Uerdinger ein eigener Block reserviert, doch bevor sie den betreten durften, wurden sie von einem vom SCK engagierten Sicherheitsdienst auf potenziell gefährliche Gegenstände untersucht. "Ein Fass mit 200 Liter Fassungsvermögen war schnell mit Flaschen und Dosen gefüllt", erklärte Jupp Breuer. Anschließend mischten sich die sechs Security-Mitarbeiter noch unter die 25 Ordner des SC Kapellen, um für möglichst große Sicherheit zu sorgen.

Die Polizei erteilte potenziellen Störenfrieden im Vorfeld der Partie Platzverweise, zeigte im Stadion aber nur wenig Präsenz. Dennoch entging ihr nicht, dass eine rivalisierende Fangruppe aus Düsseldorf angereist war. Es gibt den Verdacht, dass die Rivalität der Fangruppen auch Anteil an der Eskalation in Ratingen hatte. Elf Düsseldorfer wurden gestern jedenfalls isoliert und mussten nach dem Spiel im Erftstadion ausharren, bis die Polizei sie gehen ließ.

(NGZ)