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Tennis: Alles eine Sache des Selbstvertrauens

Tennis : Alles eine Sache des Selbstvertrauens

Peter Gojowczyk kämpft sich in zwei Sätzen gegen Igor Sijsling aus dem tiefen Tal der Tränen heraus.

Adrian Ungur, sein rumänischer Teamkollege im Aufgebot des TC Blau-Weiss Neuss, hatte ihm am Vorabend prophezeit: "Morgen gewinnst du." Peter Gojowczyk hatte dazu eher ungläubig genickt - zu angeknackst war das Selbstbewusstsein des 24 Jahre alten Münchners, im April noch strahlender Daviscup-Held, danach durch Verletzungen und Erstrunden-Niederlagen zurückgeworfen und verunsichert: "Ich habe in den letzten Wochen wirklich schlecht gespielt", sagt er selbstkritisch.

Da kam ihm Igor Sijsling gestern Mittag wohl gerade recht. Gegen den Niederländer, in der Weltrangliste auf Position 76 vierzig Plätze besser notiert, erwartete nach diesem Vorleistungen kaum einer einen Sieg. Und dann lag "Gojo" auch noch schnell ein Break zurück. "Doch ich wusste, wie ich gegen ihn spielen muss, schließlich habe ich ihn schon zwei Mal geschlagen", sagt Gojowczyk.

Und weil sich Tennis zu einem nicht unbeträchtlichen Teil im Kopf abspielt, war plötzlich das lange und schmerzlich vermisste Selbstvertrauen da. Der Münchner drehte den ersten Satz noch zu seinen Gunsten (6:4), im zweiten dominierte er dann eindeutig gegen einen freilich auch schnell resignierenden Niederländer bis zum 6:2.

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"Das war wieder so ein bisschen mein Spiel", sagte Gojowczyk hinterher, wobei er die Betonung auf "bisschen" legte, "richtig gut war das aber immer noch nicht." Doch es reichte, um Blau-Weiss Neuss mit 2:1 in Führung zu bringen - ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Ligaverbleib.

(-vk)