Fußball : Alle sind neugierig auf die Arena

Zum ersten Mal findet die Endrunde der Kreishallenmeisterschaft in der ansonsten vor allem den Bundesliga-Handballern des DHC Rheinland vorbehaltenen Sporthalle in Dormagen statt. Bis zum ersten Anpfiff gibt es für den ausrichtenden TuS Hackenbroich aber noch viel zu tun.

Der TuS Hackenbroich sitzt in den Startlöchern, aber richtig loslegen kann das Team um Geschäftsführer Peter Fücker erst heute Abend. Nach der Partie der Oberliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen gegen Opladen, also gegen 21.15 Uhr, machen sich die ehrenamtlichen Helfer an die Arbeit, um die Sportarena in Dormagen herzurichten für die Endrunde der Fußball-Kreishallenmeisterschaft, die am Sonntag die besten acht Teams an Rhein und Erft zusammenführt.

Besondere Sorgfalt ist bei der Behandlung der mit allerlei Elektronik ausgestatteten Werbebanden hinter den 4x2-Meter großen D-Jugendtoren gefragt. Damit die nicht zu Schaden kommen, werden sie mit etwa fünf Zentimeter dicken Turnmatten abgedeckt. "Eine Notlösung", gibt Hermann-Josef Koch, Vorsitzender des Fußballkreises 5 Grevenbroich/Neuss zu, zumal sie die Bälle eher ansaugen als sie möglichst schnell ins Spiel zurückzubringen, doch mehr sei bei der Premiere nicht drin, fährt Koch fort: "Falls wir in Dormagen bleiben, könnten wir uns im nächsten Jahr um transportable Banden bemühen.

Dass der Kreis mit der Endrunde von Gustorf nach Dormagen gewechselt ist, schreibt sich Hackenbroichs umtriebiger Vorsitzender Hans Sturm auch auf seine Fahne. "Unsere Überlegung war: Wir haben in Dormagen eine große Halle, die im Jahr für zehn städtische Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden muss. Also haben wir einen entsprechenden Antrag gestellt." Erste Gespräche mit dem Fußballkreis habe es bereits im März 2009, gegeben, blickt Sturm zurück, "die erste Begehung mit Obmann Herbert Schumacher fand am 4. November 2009 statt". Dass sein TuS damit dem Platzhirsch TSV Bayer Dormagen ein Schnippchen geschlagen hat, erfüllt den Vorsitzenden geradezu mit diebischer Freude. "Ich kann doch auch nichts dafür, dass die Fußball-Abteilung geschlafen hat", sagt er schmunzelnd.

Obwohl der Getränkeausschank beim in der Arena für die Gastronomie zuständigen Pächter Uli Jung bleibt, rechnet Sturm fest damit, dass durch Aktivitäten wie die Verlosung eines Trekking-Rades, eines Flachbildschirms, einer Dauerkarte für die restlichen Spiele des DHC Rheinland in dieser Saison und eines hochwertigen Fußballs unterm Strich noch genug für den morgen mit rund 25 Helfern aktiven TuS übrigbleibt: "Sonst wäre ich ein ziemlich schlechter Kaufmann." Zudem setzt er auf die Fußballbegeisterung im Kreis, die 500 bis 1000 Zuschauer in die Halle spülen soll. "Nach der langen Pause sind die Leute wieder hungrig aufs runde Leder." Koch hofft auf die Arena als zusätzlichen Anreiz: "Die Leute sind neugierig."

Gut möglich, dass sich Dormagen als Spielort fürs Finale etablieren kann. Sturm weiß jedenfalls, "dass der nächste Aspirant schon in den Startlöchern steht."

(NGZ)