Alexandra Höffgen rudert bei größter Regatta der Welt

Rudern: Alex Höffgens Date mit 400.000 Zuschauern

An der „Head of the Charles Regatta“ in Boston in den USA nehmen mehr als 11.000 Ruderer in 18 Bootsklassen an 55 Wettbewerben teil.

Mit der seit 1965 auf dem Charles River in Boston ausgetragenen „Head of the Charles Regatta“ ins Training einzusteigen, war ganz nach dem Geschmack von Alexandra Höffgen. Die Mega-Veranstaltung mit rund 11.000 Teilnehmern und regelmäßig mehr als 400.000 Zuschauern gilt als die größte Regatta der Welt. „Ein unglaubliches Erlebnis“, sagt die Ruderin des Neusser RV.

Für die bald 25-Jährige – Geburtstag am 29. Oktober – sowie den von Marie Zeidler, Sophie Oksche (beide DRC Ingolstadt) und Isabelle Hübener (RC Potsdam) vervollständigten deutschen Frauenvierer bildete das Rennen über etwa drei Meilen (4,8 Kilometer) von der Boston bis zur Northeastern University den Höhepunkt eines zehntägigen Trips. „Die Woche vor dem Rennen durften wir in New Haven in Yale trainieren und die Uni dort besuchen“, weiß die in Dortmund trainierende und wohnende Maschinenbaustudentin schwer beeindruckt zu berichten: „Das Trainingscenter hat das größte Gym der Welt und die Uni an sich ist unglaublich spektakulär. Wir durften alles nutzen und dort trainieren. In unserer Freizeit haben wir die Studenten und Ruderer dort kennengelernt und neue Kontakte geknüpft.“

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Kein Wunder, dass die Schützlinge von Trainer Werner Nowak ins Bestform aufs Wasser gingen. Die Olympiahoffnungen aus Germany starteten in der höchsten Klasse, der „Champions Women’s Four“. Die ist Topleuten vorbehalten, die bereits an internationalen Wettkämpfen teilgenommen haben und auch als Renngemeinschaften und Nationalteams um den Sieg mitfahren dürfen. Am Ende wussten sich Alexandra Höffgen & Co. gegen 18 Boote zu behaupten, gewannen in 19:41 Minuten vor den Uni-Teams aus Stanford in Kalifornien (19:58) und Syracuse im Bundesstaat New York (20:02).

Das Fazit der ehemaligen Basketballerin fiel entsprechend aus: „Wir sind super glücklich mit dem Rennen, das wir trotz sehr starkem Wind und kalten Temperaturen gut rudern konnten. Da der Zeitabstand der nacheinander startenden Boote jeweils nur zehn Sekunden beträgt, waren einige Überholmanöver dabei – und das auf dem kurvigen Fluss.“ Eine spektakuläre Fahrt. Darum waren die deutschen Mädels mächtig froh, in der Amerikanerin Anisa Iquab (Yale University) eine erfahrene Steuerfrau an Bord zu haben. „Sie hat für uns das Maximale herausgeholt“, fand Höffgen, die bereits den nächsten Einsatz ins Visier genommen hat, die DRV-Langstrecke in Dortmund am 1./2. Dezember. Höffgen: „Bis dahin trainieren wir fleißig.“

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