Alexandra Höffgen bereitet sich auf den Ruder-Weltcup in Posen vor

Rudern : Neuer Trainer für Alexandra Höffgen im Frauenvierer

Der Australier Tom Morris bringt die deutschen Ruderinnen ans Leistungslimit.

Nach der Europameisterschaft ist für Alexandra Höffgen vor dem Weltcup. Und zwischendurch war die Ruderin des Neusser RV natürlich nicht untätig. „Da wir seit vier Wochen mir unserem neuen Trainer Tom Morris trainieren, hat sich für uns sehr viel geändert“, erzählt die Maschinenbaustudentin aus Kleinenbroich. „Tom ist Australier und war vorher Trainer der kanadischen Ruderinnen. Er bringt viel Erfahrung mit, ist sehr nett, aber auch professionell und sehr hart.“

Die für die Athleten unmittelbar spürbare Folge: „Das Training hat an Intensität enorm zugenommen“, sagt die  25-Jährige. Morris’ Motto: Das Training muss härter als der Wettkampf sein. Höffgen: „Es macht viel Spaß, aber durch das absolut maximale Trainingspensum kommt alles andere momentan zu kurz.“ Alle zwei Wochen ist die ehemalige Basketballerin für zwei bis drei Tage in Dortmund, den Rest ihrer Zeit verbringt sie in Potsdam oder Berlin bei zentralen Lehrgängen.

Am Wochenende steht im polnischen Posen (21. bis 23. Juni) der zweite Weltcup an. Mit 15 Meldungen im Frauenvierer ohne Steuerfrau ist dort die gesamte Weltelite vertreten. Und der Kampf um die besten Rollsitze im Boot wird noch härter, denn nach den Europameisterschaften vor zwei Wochen sind fünf starke Sportlerinnen, die in den USA mit einem Sportstipendium trainiert hatten, zurückgekehrt. „Sie wurden mit zwei weiteren Kolleginnen aus dem Skullbereich mit in unsere Trainingsgruppe integriert und alle Besetzungen wurden neu formiert – und zwar mit der Priorität Vierer, dann Zweier und schließlich noch Achter.

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In Polen darf Alexandra Höffgen im Vierer weiterhin mit Sophie Oksche, Ida Kruse (beide Ohio State) und Juliane Faralisch (University of California Berkeley) fahren. „Wir hoffen, dass wir im Vergleich zur EM noch einmal einen großen Schritt nach vorne machen können.“ Im großen Meldefeld sind enge Rennen garantiert und der Einzug in den Endlauf über das Halbfinale ist keineswegs garantiert. Höffgen ist jedoch zuversichtlich: „Das Training und die neue Perspektive des Trainers bringen uns enorm weiter. Ich hoffe, dass ich mich weiterhin für das erstbesetzte Boot qualifizieren kann.“ Nach dem Weltcup werden die Mannschaften ein letztes Mal neu selektiert – der Konkurrenzkampf bleibt also intensiv. „Und das ist physisch wie psychisch ein wenig stressig“, räumt die erfahrene Ruderin ein. Doch sie weiß, warum sie die Strapazen auf sich nimmt: „Das Fernziel Tokio ist sehr präsent und wir arbeiten hart an der Quali für die WM. Die Weltcups sind für den Trainer Durchgangsstationen und Testrennen auf Top-Niveau.“

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