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Alejandro Vergara gibt sein Debüt für die Elephants Grevenbroich

Basketball : Alejandro Vergara gibt sein Debüt

Der Basketball-Profi aus Spanien ist erst seit Mittwoch in Grevenbroich. Elephants spielen gegen Hamm ohne Dzemal Selimovic und noch ohne Anton Zraychenko.

Eine Frage vor allem bewegt die am Schicksal der NEW‘ Elephants in der Basketball-Regionalliga interessierten Sportfreunde im Rhein-Kreis:  Wie gut ist der Anfang der Woche verpflichtete Alejandro Vergara? Eine Antwort könnte es schon am Samstagabend ab 19.30 Uhr im Heimspiel der Grevenbroicher in Gustorf gegen den TuS 59 HammStars geben. Trainer Ken Pfüller stellte dem 26 Jahre alten und 1,96 Meter großen Spanier schon nach dessen erster Trainingseinheit am Mittwoch mit der Mannschaft ein gutes Zeugnis aus: „Wir sind ganz angetan von ihm.“

Wunderdinge sollte die Fans freilich nicht auf Anhieb erwarten. Zur Erinnerung: Der auch schon in Chile aktive Shooting Guard vom Club Baloncesto (CB) Marbella aus Spaniens dritthöchster Liga (LEB Plata) ist erst seit drei Tagen an der Erft. Dem inzwischen beim Tabellenführer BBG Herford unter Vertrag stehende Filip Serwatka waren zum Einstand in Herten (89:104) nur sechs Punkte gelungen, ehe es der mit einem polnischen EU-Pass ausgestattete US-Profi gegen Herford (31) und Haspe (34) mächtig krachen ließ. Auf diesem Niveau sieht Pfüller auch Vergara. „Er könnte ähnlich viele Punkte machen wie Filip“, prophezeit er. Dass ihm das in Marbella nicht gelungen war, macht der neue Mann vor allem an seiner Vertragssituation fest. Weil sein Kontrakt nur auf vier Monate ausgelegt gewesen sei, habe der Coach ihm eben andere Spieler vorgezogen, erklärte er im persönlichen Gespräch mit Pfüller, der von seiner aus der Not geborenen Verpflichtung hundertprozentig überzeugt ist. „Alejandro ist groß, athletisch, wirft gut Dreier und kann verteidigen – ein typischer, gut ausgebildeter spanischer Basketballer.“

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Das größte (personelle) Loch vermag er freilich nicht zu stopfen: Weil im schwer erkälteten Dzemal Selimovic der einzige Center ausfällt, treten die Elephants wie schon am vergangenen Samstag in Bonn (70:108) ohne gelernten Innenspieler an. Pfüller: „Ohne Dzemal fehlen uns rund 15 Punkte und 15 Rebounds – das ist schon ein ordentliches Pfund.“ Und da der ebenfalls neuverpflichtete Anton Zraychenko nach seiner Mandelentzündung erst in der kommenden Woche ins Training einsteigt, ist Grevenbroich gegen Hamm einschließlich des U18-Spielers Henri Kieweg nur zu siebt.

Die Flinte vorschnell ins Korn zu schmeißen, kommt für den taffen Coach allerdings nicht in Frage. Die nach ausgeglichener erster Hälfte (44:47) erst in den zweiten 20 Minuten (26:61) aus dem Ruder gelaufene Partie in Bonn hat ihm nämlich gezeigt, dass auch in seinem so arg dezimierten Team jede Menge Potential steckt. Mit Blick auf die 20 Punkte des bis dahin in der Offensive eher unauffälligen Dino Berberistanin stellt er fest: „Bei uns ist nicht nur John Murry in der Lage, viel zu punkten. Das macht uns schwer ausrechenbar.“ Wichtig sei es darum, „unseren Stiefel diszipliniert runterzuspielen. Wir müssen uns an die vorgegebenen Regeln halten – vor allem in der Defense. Dann haben wir schon eine Chance.“

Wie es nicht laufen darf, zeigte die 81:102-Niederlage im Hinspiel. „Da haben wir in der Offensive eines unserer schlechtesten Spiele in dieser Saison abgeliefert“, erinnert sich Pfüller. „Eine absolute Katastrophe!“ Darüber hinaus haben die HammStars viel Qualität im Kader, vor allem mit Till Hornscheidt (18,4 Punkte im Schnitt), Faton Jetullahi (15,5), Mario Petric (13,9), Mihail Tanev (17,2) und US-Boy Joshua Boutte (17,2), der im Herbst auf seinen nur dreimal eingesetzten Landsmann Antoine Hosley gefolgt war.