Sylvia Kollek ist in Jüchen aufgewachsen: Aldenhovenerin sucht die Superstars

Sylvia Kollek ist in Jüchen aufgewachsen: Aldenhovenerin sucht die Superstars

Welcher Künstler passt in welche Nische, und wer entspricht dem allgemeinen Trend? Solche Fragen stellt sich Musikexpertin Sylvia Kollek. Seit der neuen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), ist sie der Öffentlichkeit als Jurymitglied bekannt. Die erfolgreiche Managerin Sylvia Kollek betrachtet Aldenhoven gerne als ihren Ruhepol.

Welcher Künstler passt in welche Nische, und wer entspricht dem allgemeinen Trend? Solche Fragen stellt sich Musikexpertin Sylvia Kollek. Seit der neuen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), ist sie der Öffentlichkeit als Jurymitglied bekannt. Die erfolgreiche Managerin Sylvia Kollek betrachtet Aldenhoven gerne als ihren Ruhepol.

Aufgewachsen ist die 35-Jährige allerdings in Aldenhoven. Zwischen Dieter Bohlen und Musikmanager Heinz Henn sitzend hebt und senkt Sylvia Kollek morgen Abend wieder den Daumen. Doch das ist nur eine Facette ihres Berufs. Sylvia Kollek blickt auf zwölf Jahre Erfahrung im Musikbusiness zurück.

Als Marketingdirektorin bei EMI und später als Geschäftsführerin bei Capitol Music hatte sie Kontakt zu Größen wie Robbie Williams, Kylie Minogue und der Band Coldplay. "Genauso interessant ist es jedoch neue Talente zu begleiten", erzählt die 35-jährige. Ihr Job ist es, "Künstler zu entdecken und zu vermarkten". Sylvia Kollek lebt heute in Köln, ihre Wurzeln liegen jedoch im Gemeindegebiet.

"Noch heute zieht es mich ein Mal pro Woche nach Hause und Weihnachten werde ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in Aldenhoven feiern", erzählt die erfolgreiche Managerin. Im Frühjahr, zur Medenspielsaison, spielt Sylvia Kollek für den Tennisclub Bedburdyck-Gierath. Mit vier Jahren zog sie mit ihrer Familie nach Aldenhoven. Zur Grundschule fuhr sie morgens mit dem Bus nach Bedburdyck.

In Jüchen war sie im Schwimmverein, in Grevenbroich nahm Sylvia Kollek als Mädchen Ballettunterricht. Ihr Abitur legte das heutige DSDS-Jurymitglied in Büttgen-Vorst ab. Das anschließende Studium der Betriebswirtschaft beendete Sylvia Kollek unterhalb der Regelstudienzeit. "Ich wollte das so schnell wie möglich schaffen, denn die ständige Fahrerei zur Uni nach Essen war nervig", erinnert sich Sylvia Kollek, die während des Studiums bei Mercedes arbeitete.

Direkt nach den Studium begann Kollek bei EMI Electrola in Köln, stieg als "Product Manager Continental" ein und schon ein Jahr später zum "General Manager National Euro Pop" auf. "Roxette, Angelo Branduardi und Claudia Jung im Bereich Schlager gehörten zu den ersten Popstars, die ich betreute", erzählt die 35-jährige. Promotion, Marketing und das Erstellen von Werbetools gehörten zu ihrem Job.

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Nachdem sie drei Jahre bei EMI im Geschäft war, arbeitete sie bereits mit Größen wie Herbert Grönemeyer, Robbie Williams, Tina Turner und Coldplay zusammen. "Alle zwei Jahre erhielt ich in einen neuen Verantwortungsbereich, unter anderem ein halbes Jahr in der EMI-Zentrale in London", erzählt die Wahlkölnerin.

Als Marketing Direktor wurde es ihre Aufgabe, das Repertoire der Künstler einzuschätzen und zu entscheiden, "wo sind wir bereit zu investieren und wen begleiten wir". Auch zu Promis hat die Musikexpertin eine partnerschaftliche Beziehung. Doch besonders reizt sie, nicht nur die ganz Großen zu begleiten, sondern genau das, was man bei DSDS in Facetten wahrnimmt.

Die dritte Staffel von Deutschland sucht den Superstar hat jetzt die "Top-Twenty"-Shows erreicht, wo von zehn Jungs und zehn Mädchen noch fünf übrig bleiben, die versuchen mit ihrer eigenen Note und ihrem Stil einen Titel vorzutragen. Diese Sänger werden ab Januar samstags in den Mottoshows zu sehen sein.

"Wer in diese Shows kommt, der hat Talent. Wir nehmen Abstufungen vor und beurteilen, wer das Zeug zum großen Star hat", sagt das Jury-Mitglied. Dabei beurteilen Sylvia Kollek und ihre Kollegen Henn und Bohlen mit ihrem Know How die Auftritte, "aber entscheidend ist das Publikums-Voting", erklärt die Managerin. Musisch aufgewachsen ist Sylvia Kollek allerdings nicht. "Ich hab mal Blockflöte gespielt und im Kinderchor gesungen". Aber dennoch wisse sie "wonach der Markt fragt", hat ein Gespür dafür, mit welchen Künstler man Nischen bedient und wer dem allgemeinen Trend entspricht.

Aldenhoven ist für die viel beschäftigte Managerin daher so etwas wie ein Ruhepol. Weihnachten und regelmäßige Besuche in ihrer Heimat sind für sie nicht Pflicht sondern "Kür". Mit 15 Jahren begann sie mit dem Tennisspielen, und auch heute ist der Sport noch für sie heute der optimale Ausgleich. Zum Training fährt die 35-Jährige nun zum Verein "Grün-Weiß Neuss". Aber die Medenspiele auf der "heimischen Anlage" sind für Sylvia Kollek nach wie vor "ein Riesenspaß".

"Man ist gezwungen an der frischen Luft zu sein, und ich liebe den Wettkampf", sagt die Fachfrau für Musikfragen mit einem Lachen. "Ich bin nicht verheiratet, lebe aber in einer festen Beziehung", gibt sie zudem ein wenig über ihr Privatleben preis. Jobmäßig setzt sich Sylvia Kollek immer wieder neue Ziele. "Derzeit kann ich mir jedoch nichts Besseres wünschen. Ich hab verdammt viel Glück gehabt", meint die "Powerfrau" zu ihrer Jurymitgliedschaft. Konkrete Ziele kann sie derzeit nicht nennen, aber "Stillstand und zufrieden die Hände in den Schoß zu legen", füllt sie nicht aus. (reis)

(NGZ)
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