Sozial-Psychiatrischer Dienst weitet sein Angebot aus: Aktive Hilfestellung und vertrauliche Gespräche

Sozial-Psychiatrischer Dienst weitet sein Angebot aus : Aktive Hilfestellung und vertrauliche Gespräche

Auf Grund der großen Nachfrage wird das Beratungsangebot des Sozial-Psychiatrischen Dienstes des Kreisgesundheitsamtes in Korschenbroich ausgeweitet. Die Sozialarbeiterin Melanie Winter-Benthin steht ab September jeden Mittwoch für vertrauliche und kostenfreie Gespräche zur Verfügung.

Unter 02131/928-5362 können sich Suchtkranke, Suchtgefährdete, psychisch Kranke und deren Angehörige zur Beratung anmelden. Die Sprechstunde findet dann vormittags im städtischen Verwaltungsgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße 1 (Zimmer 9) statt.

Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit, deren Behandlung von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern bezahlt wird. Neben den körperlichen Folgen sind auch die sozialen Folgen für den Betroffenen und seine Familie von großer Bedeutung. Den möglichen Teufelskreis skizziert die Fachfrau vom Ehekonflikt oder Beziehungsstörungen über Schulden, Arbeitsverlust, Führerscheinverlust, Isolation/Einsamkeit, Interessenverlust bis hin zur Straffälligkeit.

Und so macht Melanie Winter-Benthin den Betroffenen Mut: "Solche Schäden lassen sich in der Regel durch eine entsprechende Behandlung und Abstinenz beheben." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erkranken weltweit ein Prozent der Bevölkerung an Schizophrenie und drei bis fünf Prozent an Depressionen. Je früher psychische Erkrankungen und Störungen erkannt werden, desto höher ist die Chance, dass der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann.

Der Sozial-Psychiatrische Dienst unterstützt in diesen Krisensituationen, informiert zum Krankheitsbild und zu Behandlungsmöglichkeiten, bereitet gegebenenfalls Entwöhnungsbehandlungen vor, vermittelt therapeutische und rehabilitative Hilfen im sozialen und beruflichen Bereich. Er leistet Hilfestellung bei Schwierigkeiten mit Familien, Freunden, Nachbarn und Arbeitgebern, informiert bei Fragen zu Wohnung, Arbeit, Freizeit und nennt zudem die Kontaktanschriften der Selbsthilfegruppen. Zudem werden Betroffene und deren Angehörige in Behördenangelegenheiten unterstützt.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE