1. NRW
  2. Städte
  3. Rhein-Kreis
  4. Sport im Rhein-Kreis

Korschenbroich: Aktive: Die Stadtpflege soll in die Hauptschule einziehen

Korschenbroich : Aktive: Die Stadtpflege soll in die Hauptschule einziehen

Auf einen Bauhof-Neubau will die Ratsfraktion "Die Aktive" verzichten. Ihr Vorschlag für die heutigen Haushaltsberatungen im Hauptausschuss: "Wir machen die Hauptschule in Kleinenbroich zum Verwaltungssitz von Stadtpflege und Abwasserbetrieb."

Fraktionschef Hanns-Lothar Endell begründet diesen Sparvorschlag mit der anstehenden Veränderung der Schullandschaft in Korschenbroich: "Die aktuelle Planung zur Gründung einer Sekundarschule in Kleinenbroich macht die Hauptschule spätestens ab Mitte 2018 überflüssig." Damit das dann leerstehende Gebäude nutzbringend verplant werden kann, regt die "Aktive" an, dort die Verwaltungen der beiden städtischen Eigenbetriebe unterzubringen.

Damit wird aus Sicht der Aktive der Bauhof-Neubau überflüssig: "Das von der Stadt erworbene Gelände am Püllenweg ist sowieso für die bisherigen Planungen zu klein. Alles wurde bereits auf eine zweigeschossige Bebauung ausgerichtet", erinnert Endell an die aktuellen Schwierigkeiten. Er zweifelt zudem an, dass die geplante Bausumme von 3,3 Millionen Euro eingehalten werden kann.

Sollte das Hauptschul-Grundstück an der Von-Stauffenberg-Straße nicht ausreichend groß sein, um dort die notwendigen Hallen zu errichten, schlägt die Aktive vor, diese auf dem bereits gekauften und dann auch ausreichend großen Gelände am Püllenweg zu bauen. Dass die beiden Parzellen durch die Bahnlinie getrennt sind und die Mitarbeiter eine Fahrstrecke von wenigen Hundert Metern zurücklegen müssten, würde Hanns-Lothar Endell nicht stören: "So könnten wir auf jeden Fall eine stattliche Summe einsparen." Zur Höhe konnte Endell gestern noch nichts sagen. Die Einsparung soll — nach dem Wunsch der Aktive — jetzt die Stadtverwaltung ermitteln. Fest steht für den Fraktionschef aber: "Durch eine langfristige Vermietung an den städtischen Abwasserbetrieb werden für den städtischen Haushalt zusätzliche Einnahmen generiert."

(NGZ/rl)