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Korschenbroich: Ältestenrat für Grundschule

Korschenbroich : Ältestenrat für Grundschule

Liedberg Das mögliche Aus der Gemeinschaftsgrundschule Liedberg setzt ungeahnte Kräfte frei: Für die im August neu zu bildende Eingangsklasse fehlen der einzügigen Grundschule noch Anmeldungen. Nicht nur Eltern, Kinder und Lehrer sind außer sich und fordern energisch: "Die Schule muss bleiben."

Ein klares Votum für den Erhalt der einzügigen Grundschule in direkter Nachbarschaft des Sandbauernhofes gab's gestern Abend auch vom so genanten Ältestenrat. Bürgermeister Heinz Josef Dick hatte dieses Gremium - besetzt mit den Fraktionsvorsitzenden - kurzfristig einberufen. "Damit habe ich den Rücken frei, meine Bemühungen für den Schulerhalt werden uneingeschränkt unterstützt", fasste Dick auf NGZ-Anfrage das Ergebnis der fast einstündigen Ältestenrats-Sitzung zusammen.

Die starren Schulbezirke werden jetzt kurzfristig in Überlappungsbezirke umgewandelt, damit die erforderliche Mindestzahl von 18 Kinder für die Eingangsklasse erreicht werden kann. Im Schulausausschuss am 18. Mai wird - laut Dick - dieser Beschluss gefasst. Da der Ausschuss aber nur empfehlenden Charakter hat und keine Zeit bleibt, den Ratsentscheid am 30. Mai abzuwarten, einigte sich der Ältestenrat auf einen Dringlichkeitbeschluss. "Damit kann ich nach dem 18. Mai sofort handeln", erklärte Dick weiter.

Dick legt Widerspruch ein

Und gehandelt hat der Bürgermeister bereits: Noch am Freitag Nachmittag nahm er Kontakt mit der zuständigen Schulrätin Ursula Schreurs-Dewies auf. Bereits am Sonntag brachte Dick den Widerspruch auf den Weg, obschon ihm das Schreiben - die Eingangsklasse auf Grund fehlender Schülerzahlen nicht einzurichten - noch gar nicht offiziell vorliegt. "Die Schulrätin hat mir telefonisch zugesichert, das laufende Verfahren noch etwas hinauszuziehen. Frau Schreurs-Dewies hat die Entscheidung für 14 Tage ausgesetzt."

"Ein gutes Zeichen"

Heinz Josef Dick wertet dies als ein gutes Zeichen: "Wir haben etwas Zeit gewonnen, um die entscheidenden Formalitäten für die Überlappungsbezirke zu schaffen. Wir alle - Eltern, Kinder, Lehrer und auch die Politik - sind für den Erhalt der Schule. Ich bin zuversichtlich, wir werden es schaffen."

(NGZ)