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Achterbahnfahrt für den VfR Neuss in der Kreisliga A

Fußball-Kreisliga A : Eine Achterbahnfahrt für den VfR Neuss

Die Saison begann vielversprechend für den VfR in der Kreisliga A. Doch bis zur Corona-Unterbrechung präsentierten sie sich viel zu schwankend in ihren Leistungen, gerade in der Defensive.

  Der VfR Neuss hat bislang eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen hinter sich. Aktuell stehen die Neusser auf Platz vier der Fußball-Kreisliga A, doch Trainer Cengiz Yavuz sieht bei seinen Jungs gerade im Defensivverhalten noch großen Nachholbedarf.

Saisonverlauf Die Saison bis zur Corona-Unterbrechung gleicht beinahe eine Achterbahnfahrt. Auf einen Auftaktsieg gegen Hoisten (4:3) folgte ein Remis gegen Büttgen (2:2) und dann eine Pleite gegen Glehn (1:2). Anschließend blieb Neuss fünfmal in Folge ungeschlagen. Gegen den TuS Grevenbroich (1:2) handelte sich der VfR Neuss eine Pleite ein, nur drei Tage später fügte das Team von Trainer Cengiz Yavuz dann aber dem FC Delhoven (4:3) die erste Saisonpleite zu. Zum Abschluss kassierte Neuss wiederum eine 0:5-Pleite gegen Grevenbroich-Süd. Yavuz erklärt sich die Leistungsschwankungen so: „Die Belastung war nach langer Zeit ohne Spiel sehr hoch. So hatten wir viele Muskelprobleme und konnten kaum richtig trainieren.“ Ohne Physiotherapeutin Christine Lücke-Okocha hätte sein Team noch mehr Probleme gehabt, so Yavuz.

Das war gut In elf Partien erzielte der VfR Neuss 25 Treffer und blieb nur gegen Grevenbroich-Süd ohne eigenes Tor. Auch Trainer Yavuz findet: „Offensiv sind wir wirklich stark. Wir haben viele Spieler, die gerade technisch sehr gut sind.“ Beeindruckt ist er außerdem von der Moral seiner Jungs. „Wir lassen uns nicht runterziehen und kommen nach Rückschlägen wieder zurück“, sag Yavuz. Bestes Beispiel: Gegen Delhoven führte der VfR, geriet dann in Rückstand, drehte die Partie wieder, fing sich den Ausgleich und siegte am Ende doch noch mit 4:3. 

Das war schlecht So richtig zufrieden ist der Coach mit den Auftritten seiner Jungs aber bisher noch nicht. Auch wenn es offensiv gut läuft, habe sein Team spielerisch noch Luft nach oben. Das größte Manko sei aber bislang die Defensiv. Man habe zu viele Gegentore kassiert (25). „Die Abstände zwischen den Linien und den Spielern sind noch zu groß. Wir müssen viel kompakter stehen“, findet Yavuz. Eine weitere Schwäche sieht er im ruhenden Ball. „Wir verteidigen bei Standards viel zu unkonzentriert“, so Yavuz.

Personalien Im Sommer hat der VfR Neuss mit Aaron Terjung, Volkan Özkan und Amir Alili drei wichtige Stützen verloren. Gerade der Verlust der Abwehrkräfte Terjung und Özkan macht sich bislang stark bemerkbar. Mit einem Altersdurchschnitt von 29.94 ist die Truppe recht alt. Deshalb kündigt Yavuz an: „Wir versuchen unsere Mannschaft zu verjüngen.“

Ausblick Viel Zeit, um an den gewünschten Stellrauben zu drehen, bleibt Yavuz wohl nicht. Er hofft, dass sich seine Jungs selbstständig fithalten. Das restliche Hinrundenprogramm ist durchaus vielversprechend. Von den Top 6 muss der VfR Neuss nur noch gegen Nievenheim ran und mit vier Zählern ist der Rückstand auf die Spitze auch nicht sonderlich groß. Wird die Saison nach der Hinrunde abgebrochen, ist ein Aufstieg des VfR Neuss durchaus denkbar.