Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga ist so gut wie entschieden

Handball : Vier von fünf Absteigern stehen fest

Balingen und Nordhorn feiern den Aufstieg aus der Zweiten Handball-Bundesliga.

Das verspricht ein Handballfest zu werden am Samstag ab 18 Uhr im sicherlich ausverkauften Euregium in Nordhorn. Denn die gastgebende HSG Nordhorn-Lingen steht bereits vor dem letzten Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen als Aufsteiger in die Handball-Bundesliga fest – und die Gäste können ganz entspannt aufspielen, ist ihnen der Klassenerhalt in der Zweiten Liga doch nur noch theoretisch zu nehmen.

Denn um die Dormagener noch auf einen Abstiegsplatz zu befördern, müsste der Wilhelmshavener HV nicht nur seine beiden letzten Spiele in Rimpar und gegen Nordhorn gewinnen, sondern dabei auch noch eine um 65 (!) Treffer schlechtere Tordifferenz gegenüber dem TSV Bayer aufholen, der zum Finale am 8. Juni (18 Uhr) den schon abgestiegenen Tabellenletzten HC Rhein Vikings im Bayer-Sportcenter erwartet.

Für weitgehende Klarheit im Abstiegskampf sorgte am Sonntagabend der HC Elbflorenz mit seinem 27:24-Sieg (Halbzeit 15:12) beim TV Großwallstadt. Damit beförderten die Dresdner nicht nur die Gastgeber, sondern auch den VfL Eintracht Hagen nach dessen 23:30-Heimblamage gegen die Rhein Vikings in die Dritte Liga. Der Dessau-Roßlauer HV war bereits am Samstag nach seiner 24:29-Niederlage in Wilhelmshaven nicht mehr zu retten gewesen. Einzig Wilhelmshaven (26 Pluspunkte) kann noch Elbflorenz und den TV Emsdetten (beide 29 Pluspunkte) überflügeln, der mit seiner 23:27-Niederlage am Freitagabend die HBW Balingen-Weilstetten zum Erstligisten machte.

Um darin ganz sicher zu sein, mussten die „Gallier von der Alb“ jedoch bis Samstagabend warten, an dem der HSC Coburg durch eine 23:32-Heimniederlage gegen den ASV Hamm seine letzte Aufstiegschance verspielte. „Wir haben in Etappen gefeiert,“ sagte Balingens Geschäftsführer Wolfgang Strobel. Die Spieler der HSG Nordhorn-Lingen erfuhren auf der Rückfahrt nach ihrem 33:28-Sieg beim EHV Aue von der Coburger Niederlage. „Danach war nur noch Jubel im Bus“, sagte Trainer Heiner Bültmann. Zwischen Balingen (57:15 Punkte) und Nordhorn (56:16) geht es in den beiden restlichen Spielen „nur“ noch um Meistertitel. Während Balingen nach zweijähriger Abstinenz ins Oberhaus zurückkehrt, spielte Nordhorn zuletzt bis zur Insolvenz 2009 in der Bundesliga.

Wer der HSG Krefeld und dem ThSV Eisenach als Aufsteiger in die Zweite Liga folgt, steht noch nicht fest. Die in der ersten Runde unterlegenen HCE Rostock und HSG Konstanz trennten sich 31:31, das Rückspiel findet am Samstag um 20 Uhr in der Konstanzer Schänzle-Sporthalle statt.

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