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Abstiegsangst in der Kreisliga A: Bezirksliga als Zünglein an der Waage

Fußball : Abstiegsangst: Bezirksliga als Zünglein an der Waage

In der Kreisliga A heißt es wieder zittern und bangen im Kampf um den Klassenerhalt. Das letzte Wort hat erneut die Bezirksliga.

In der SG Kaarst (zurückgezogen) steht ein Absteiger aus der Bezirksliga schon fest – der SV Uedesheim, die SG Rommerskirchen/Gilbach und die DJK Gnadental sind gefährdet. Bedeutet: Im schlechtesten Fall steigen vier Kreis-Teams aus der Bezirksliga in die Kreisliga A ab. Das wiederum hätte Folgen für die A-Ligisten. Die Anzahl der Absteiger würde auf fünf ansteigen. Bei drei Bezirksliga-Absteigern wären es noch vier und bei allem darunter nur drei. In höchster Not steckt die DJK Hoisten. Nach einer Hinrunde mit nur drei Siegen, einem Remis und 13 Niederlagen schwenkt die Germania die Rote Laterne. Größtes Manko ist die Defensive. Immer wieder ließ das Team von Trainer Marcus Schwarz nach Rückstand die Köpfe hängen und kassierte hohe Niederlagen. Die Horrorbilanz: 73 Gegentore in 17 Spielen. Immerhin kehrt Oscar Schwarz nach seinem Afrikaaufenthalt zurück ins Team. Trotzdem wird es bei neun Punkten Rückstand schwer, das rettende Ufer noch zu erreichen.

Beim SV Bedburdyck/Gierath läuft es ebenfalls alles andere als zufriedenstellend. Kurz vor dem Start in die zweite Saisonhälfte hat der Verein nun auch noch Trainer Christian Mausberg vor die Türe gesetzt. Vorsitzender Dirk Rohrbach erklärt: „Die Leistungen, die Trainingsbeteiligung, die Stimmung innerhalb unserer Mannschaft in den vergangenen Wochen sowie Resultate und Spielweise in der Vorbereitung haben uns gezeigt, dass Handlungsbedarf bestand.“ Der Sportliche Leiter Alexander Plöcks übernimmt. Immerhin sind in Alexander Wirtz, Antonio Helpenstein und Marvin Walther drei wichtige Spieler zum zurückgekehrt.

Sorgenfalten auf der Stirn hat auch Hackenbroichs Trainer Arnold Heryschek. Zwar sei die Trainingsbeteiligung deutlich besser geworden, doch die Bedingungen auf dem Aschenplatz seien, gelinde gesagt, durchwachsen. Heryschek: „Wir müssen gut starten und die direkten Duelle gewinnen. Aber wir sind auf alle Szenarien vorbereitet. Es ist kein Beinbruch, wenn wir absteigen.“ In der Verlosung um die Abstiegsplätze ist auch der SVG Grevenbroich. Durch eine Negativserie von sieben Niederlagen in acht Spielen hat „Gencler“ seine gute Ausgangsposition verspielt. Zuletzt präsentierte sich das Team von Trainer Erkan Akan aber wieder auf dem aufsteigenden Ast.

Abstiegsangst herrscht auch in Vorst. Trainer Jörg Gartz blickt stirnrunzelnd auf die nächsten Wochen. In Eike Klünker, Dominik Paffen, Max Klimbt und Angelos Dimas fallen wichtige Leute aus. Trotzdem ist Gartz optimistisch: „Ich schätze unsere Chancen gut ein.“ Sorgen bereiten ihm nur die Bezirksligisten. „Das könnte knapp werden.“ Nicht sicher sind außerdem der VdS Nievenheim, der VfL Jüchen/Garzweiler II und der SV Rosellen.