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Abschied nach über 21 Jahren als Abteilungsleiter bei DJK Holzbüttgen

Tischtennis bei der DJK Holzbüttgen : Über 21 Jahre an der Spitze des „Dorfclubs“

Stefan Vollmert hat die Tischtennis-Abteilung der DJK Holzbüttgen als Abteilungsleiter und als Spieler nachhaltig geprägt. In seine Amtszeit fallen viele große Erfolge.

Die Mitglierdervesammlung am Montag war für die Tischtennis-Abteilung der DJK Holzbüttgen ein einschneidendes Ereignis. Denn nach über 21 erfolgreichen Jahren stellte sich Stefan Vollmert nicht mehr als Abteilungsleiter zur Wahl, was der 59-Jährige schon länger angekündigt hatte. Für seine Nachfolge fiel die Wahl auf den 26 Jahre alten Juristen Sven Henze. „Ich freue mich darauf, in diese großen Fußstapfen zu treten. Ich fühle mich geehrt, Stefans Werk weiterführen zu dürfen“, sagte Henze. Was er mit großen Fußstapfen meint, zeigt ein Blick auf die lange Amtszeit Vollmerts. Der frühere Zweitliga-Spieler bezeichnet seinen Verein immer gerne liebevoll als „Dorfclub“, wohlwissend, dass dieser Dorfclub sich über die Jahre auch in weiten Deutschlands einen Namen gemacht hat.

Aktuell spielen die Damen der DJK in der 3. Bundesliga und schon zu früheren Zeiten gab es sowohl bei den Damen als auch bei den Herren Auftritte auf Bundesebene, woran Vollmert auch selbst als Spieler beteiligt war. Aber nicht nur bei den Erwachsenen feierten die Kaarster unter der Regie Vollmerts große Erfolge. 2012 gewannen die Schülerinnnen mit der heutigen Nationalspielerin Nina Mittelham die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und in den Jahren 2014 und 2015 holten die Mädchen jeweils die Vizemeisterschaft. „Ich hatte das große Glück, als Abteilungsleiter ganz viele sportliche Höhepunkte in diesem Verein erleben zu dürfen“, sagt Vollmert, der dazu auch die vielen Titel der Seniorinnen und Senioren bei nationalen und internationalen Meisterschaften zählt. Gekrönt wurden diese durch den zweiten Platz von Gerda-Kux Sieberath im Damen-Doppel bei den Weltmeisterschaften 2015. Auch den parallelen Aufstieg der Damen und Herren 2009 mit dem anschließenden Durchmarsch der Damen bis in die 2. Bundesliga zählt er zu den „Highlights“ seiner Amtszeit.

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Besonders stolz ist Vollmert auf die Nachhaltigkeit der Tischtennis-Abteilung, sie konnte sich über all die Jahre auf einem hohen Niveau halten. Dazu beigetragen haben seiner Ansicht nach auch die vielen Erlebnisse, die abseits des Sports bei Veranstaltungen und Feiern für ein Gemeinschaftsgefühl gesorgt haben, dass er heute gerne das „Hobü-Family-Feeling“ nennt. Als Vollmert den Verein im Jahr 2000 übernahm, befand sich die Abteilung in einer echten Krise, sie war führungslos. „Es wurde weder ein Abteilungsleiter noch ein Stellvertreter gefunden und auch eine außerordentliche Abteilungsversammlung am 8. März 2000 blieb erfolglos“, erinnert sich Vollmert. Es drohte damals sogar die Liquidierung der Tischtennis-Abteilung, die eine Abmeldung aller Teams vom Wettkampfbetrieb zur Folge gehabt hätte. Daraufhin bat ihn der Gesamtvorstand, die Leitung der Abteilung zumindest vorläufig zu übernehmen. Nach einer kurzen Zeit als kommissarischer Vorsitzender übernahm er aber auch die volle Verantwortung.

Dass der Jurist jetzt aufhört, hat einen Grund. „Ich halte nach so einer langen Zeit einen Wechsel in der Führungsposition für dringend geboten, um frischen Wind in den Verein zu bringen und neue Impulse zu setzen“, meint Vollmert, der sich darüber freut, dass der aktuelle Vorstand aus einem gesunden Mix von älteren und erfahrenen sowie aus sehr jungen Vorstandsmitgliedern besteht. Vollmert macht aber auch keinen Hehl daraus, dass auch ganz persönliche Erwägungen bei seiner Entscheidung eine Rolle gespielt haben: „In den letzten 40 Jahren hat sich sehr vieles in meiner Freizeit um den Tischtennissport gedreht. Da ich künftig auch meinen beruflichen Rückzug plane, wartet auf mich ein neuer Lebensabschnitt, auf den ich mich mächtig freue.“