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Jüchen: Abgebrannter Turm wird wieder aufgebaut

Jüchen : Abgebrannter Turm wird wieder aufgebaut

Flammen schlugen aus dem Priesterather Glockenturm, die rund acht Meter hohe Holzkonstruktion wurde vor vier Monaten am helllichten Tag ein Raub der Flammen. Die Polizei schließt einen technischen Defekt ebenso aus wie vorläufige Brandstiftung. Sie geht von fahrlässiger Brandstiftung aus, ein Täter wurde nicht ermittelt.

Seit dem 1. September schweigt die Glocke. Doch schon bald soll sie wieder läuten — der Glockenturm wird neu errichtet. "Die Glocke ist ein Wahrzeichen, wir haben sie bei der Umsiedlung feierlich nach Neu-Priesterath überführt", erläutert Heinz-Josef Schlösser, Präsident der rund 120 Mitglieder zählenden Dorfgemeinschaft. Einst hing die Glocke in Alt-Priesterath im Turm neben der Schule. 1989 hatte Rheinbraun am Umsiedlungsstandort einen neuen Turm gebaut. Seitdem läutete die Glocke dort viele Jahre lang jeden Tag um 12 und 19 Uhr sowie bei Wunsch nach Todesfällen.

Nun steht der Turm verkohlt neben dem Bürgerhaus. Die rund 50 Jahre alte und 78 Kilogramm schwere Glocke ist innen vom Feuer geschwärzt. Doch die Gemeinde, als Eigentümerin des Grundstücks, und die Dorfgemeinschaft Priesterath sind aktiv geworden. "Die Aufträge für den neuen Turm werden erteilt, sobald die Genehmigung des Rhein-Kreises Neuss vorliegt", erklärt Gemeindesprecher Norbert Wolf. Mit der Fertigstellung rechnet er "etwa im späten Frühjahr". Klar ist: "Eine Reparatur ist aufgrund der Beschädigungen am Holzturm nicht mehr möglich", sagt Norbert Wolf. Das habe eine Überprüfung der Statik ergeben. "Auch die Glocke wurde durch die Flammen so geschädigt, dass ein Austausch erforderlich ist."

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Nun soll der Holzturm neu gebaut und eine neue Glocke gegossen werden. "Die Gemeinde hat die Versicherung eingeschaltet, die bereits die Freigabe erteilt hat", so Wolf. Die Gesamtschadenssumme sei auf rund 20 000 Euro veranschlagt worden.

Heinz-Josef Schlösser freut sich darauf , wenn es vom neuen Turm aus wieder läutet. "Die Glocke und der Turm sind für die Alt-Priesterather mit vielen Erinnerungen verbunden."

(NGZ)