Vor dem Fußballstart: TuS Hackenbroich : Umbruch muss gestaltet werden

Ein neuer Trainer und stattliche 23 neue Spieler sollen’s beim A-Ligisten richten. Thorsten Knuth hatte als Sportlicher Leiter alle Hände voll zu tun, um den Umbruch einzuleiten.

Der TuS Hackenbroich hat den Reset-Knopf gedrückt. In der achtmonatigen Pause wegen Corona gab es einen riesigen Umbruch, von der Mannschaft der vergangenen Saison ist nicht mehr viel übrig. Null Punkte aus zehn Spielen, 5:44 Tore – wäre die Saison aufgrund der Corona-Pandemie nicht annulliert worden, wäre der TuS Hackenbroich in der vergangenen Spielzeit wohl sang- und klanglos abgestiegen.

Damit das in diesem Jahr nicht erneut passiert, hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan. Thorsten Knuth, früherer Coach beim FC Zons, hat das Ruder als Sportlicher Leiter übernommen. Insgesamt 23 Neuzugänge konnte Knuth verpflichten. In Ali Dagdeviren, Dechu Channa, Cagatay Yamac, Ayhan Sezer und Yasar Nurdogan sind nach Ende der Abmeldefrist nochmal fünf Kicker hinzugekommen. „Die Qualität im Kader ist durch die Neuzugänge deutlich gestiegen“, findet Knuth.

Der Anfang der Vorbereitung sei etwas schleppend gewesen, noch sei keine feste Struktur in der Mannschaft. Aber Knuth sieht eine gute Entwicklung. Der aktuell 35 Mann starke Kader wird sich bis zum Saisonstart wohl noch etwas verkleinern. Mit rund 25 Spielern plant Knuth, die Saison anzugehen. „Wir müssen schauen, bei wem es wirklich Sinn macht. Manche Angelegenheiten werden sich von selbst erledigen“, so Knuth.

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Auf der Trainerposition hat Knuth ebenfalls ein neues Gesicht installiert. Wolfgang Rieger heißt der Mann an der Seitenlinie. Der 43-Jährige ist neu im Rhein-Kreis Neuss. Bislang war Rieger hauptsächlich im Kölner Raum aktiv. Zuletzt trainierte er die Mannschaft in Knuths Heimatstadt Worringen. Sein erster Eindruck vom TuS ist positiv. „Ich denke, es ist ein vernünftiger Weg, Hackenbroich wieder in der Kreisliga A zu etablieren“, sagt Rieger über den Umbruch. Mit dem Auftreten seiner Jungs ist er bislang zufrieden. Allerdings glaubt er, dass es noch Zeit dauern wird, um als Team zusammen zu wachsen. Frühstens Ende September/Oktober ist seine Mannschaft auf dem Stand, wo er sie sehen will, schätzt Rieger. Der Spielstil des 43-Jährigen ist normalerweise sehr offensiv ausgerichtet, doch im Vordergrund soll erstmal einmal die defensive Stabilität stehen. „Wir müssen unsere Stärken herausfinden und danach unser Spiel ausrichten“, so Rieger.

Sein Grundgerüst hat er nach einigen Wochen Vorbereitung schon gefunden. Neben den Lopez-Brüdern Sebastian und Pascal sollen Alex Breitzke, Michael Kandorra, Marius Schlömer und Marco Heryschek Verantwortung übernehmen. Dass er die Gegner in der Liga noch nicht kennt, macht es für Rieger zu einer spannenden Aufgabe. „Ich lasse das alles auf mich zukommen. Manchmal ist das gar nicht so schlecht, wenn man nicht voreingenommen ins Spiel geht“, so Rieger. Die Zielvorgabe des Vereins ist der Klassenerhalt. „Wir wollen eine sorgenfreie Saison spielen“, erklärt Knuth.