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Korschenbroich: 80 Bushaltestellen werden barrierefrei

Korschenbroich : 80 Bushaltestellen werden barrierefrei

Wer im Korschenbroicher Stadtgebiet auf Linienbusse angewiesen ist, kann sich freuen: Bis Ende Oktober werden rund 80 der 175 Haltestellen barrierefrei ausgebaut. Zudem gibt's für die Wartenden noch ein Dach über dem Kopf. Investitionssumme: 789 000 Euro.

Wer künftig im Stadtgebiet auf den Bus wartet, für den wird es bequemer und komfortabler. Rund 80 der 175 Haltestellen werden aktuell umgebaut. Menschen mit Behinderungen, Senioren, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, und Mütter mit Kinderwagen sollen gezielt von der großflächigen Umgestaltung profitieren. Nachdem im Vorjahr 128 Kreuzungsbereiche durch die Absenkung von Gehwegen barrierefrei gestaltet wurden, ist die Verbesserung der Bushaltestellen eine sinnvolle Ergänzung.

Für Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner (53) ist die stadtweite Maßnahme gut angelaufen. "Wir haben die Wintermonate ausgespart und sind erst im März gestartet." Das machte für Herchner mehr Sinn. "Wir kommen zügig voran", ist er dann auch zuversichtlich, die Maßnahme Ende Oktober erfolgreich abschließen zu können.

Zurzeit wird auf der Bundesstraße 230 am Ortseingang und Ortsausgang von Liedberg gearbeitet. Der barrierefreie Ausbau erfolgt dort in der vorhandenen Busbucht. Die Tiefbaufirma Hammel nutzt diese Fläche, um die drei Meter breite und zwölf Meter lange Bucht um 16 Zentimeter anzuheben, damit die Fahrgäste die Niederflurbusse "ebenerdig" verlassen können. Im Bereich der städtischen Straßen gibt's künftig keine Buchten, da hält der Bus im Straßenbereich. "Das ist von der Politik so gewollt", skizziert Christoph Herchner die sich dadurch ergebene Verkehrsberuhigung.

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Drei Wochen dauern die Tiefbauarbeiten pro Haltepunkt. Die Arbeiten in Liedberg werden in der ersten Ferienwoche abgeschlossen. Dann geht's in Herrenshoff und Kleinenbroich weiter. "Im Umfeld der Schulen", weiß Herchner.

Im Anschluss an die Tiefbauarbeiten beginnt jeweils die Arbeit am dazugehörigen Wartehäuschen. Das heißt: Der Wetterschutz der Unterstände wird verbessert. In allen werden Sitze montiert. Beleuchtung und Abfallbehälter gehören zur Ausstattung. Fahrradständer sollen das Angebot komplettieren.

In etwa zwei Wochen wird die erste Haltestelle im Stadtgebiet komplett fertiggestellt. "An der Tränke" in Steinhausen kann dann jeder das neue Wartehäuschen — eine Stahlkonstruktion mit Seitenglas und einem gewellten Blechdach — bewundern. "Das wird schön", ist der Tiefbauamtsleiter überzeugt. "Das Unternehmen arbeitet gut, es hat ähnliche Häuschen in Meerbusch aufgestellt."

Die Maßnahme dient der Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). 789 000 Euro kostet die Umgestaltung der rund 80 von 175 Haltestellen. Die Stadt übernimmt einen Eigenanteil von 15 Prozent dieser Summe. Die restlichen 85 Prozent werden mit Landesmitteln über den ÖPNV-Förderkatalog finanziert.

(NGZ/rl)