Korschenbroich : 66 Einsatzwagen für Retter

Das Land NRW hat 66 Fahrzeuge für die Hilfsorganisationen gekauft. Die Kleinbusse wurden jetzt in Glehn ausgerüstet und dort auch an 180 Rettungssanitäter ausgeliefert. Die ganze Aktion erstreckte sich über drei Stunden.

In der Glehner Autoschmiede Baumeister & Trabandt wurden in den zurückliegenden sechs Wochen ausschließlich Betreuungsfahrzeuge für die Hilfsorganisationen flott gemacht. Sie wurden dort unter anderem mit einheitlichen Funkanlagen und Blaulichtbalken ausgerüstet.

66 neue Kleinbusse der Marke Mercedes Benz hatte das Land Nordrhein-Westfalen für 2,5 Millionen Euro gekauft. Am Samstag wurden die Wagen im Rahmen einer Großaktion an die einzelnen Rettungsdienste übergeben. 180 Sanitäter waren dazu eigens nach Glehn gekommen. Gut drei Stunden dauerte die Aktion mit Fahrzeugeinweisung und Übergabe.

"Wir wollen den Katastrophenschutz technisch hochwertig ausrüsten. Unsere moderne Fahrzeugflotte soll die ehrenamtlichen Helfer motivieren, sich für die Allgemeinheit zu engagieren", hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger im Vorfeld mitgeteilt. Jäger, der kurzfristig den Termin in Glehn absagen musste, hatte sich von Hans-Georg Schneider vertreten lassen.

Die neuen Kombis lösen alte Modelle ab und schließen somit eine Lücke in der Fahrzeugausstattung. Sie war durch den teilweisen Rückzug des Bundes aus der Ausstattung des Katastrophenschutzes entstanden.

Das Land NRW hält damit an seiner Strategie fest, den Katastrophenschutz in der Fläche modern und leistungsstark zu halten. "Wir müssen auch bei einer Katastrophe mit größerer Flächenausdehnung ausreichend Potenzial zur raschen Gefahrenabwehr haben", lautet die Strategie des NRW-Innenministers.

Seit 2005 wurden insgesamt rund 23 Millionen Euro in die Beschaffung neuer Katastrophenschutzfahrzeuge investiert. Empfänger sind die Hilfsorganisationen, die die Einsatzeinheiten und die ehrenamtlichen Helfer im Katastrophenschutz NRW stellen: Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund.

Und auch das Korschenbroicher DRK war mit von der Partie. Andreas Killer erhielt einen der 66 begehrten Fahrzeugschlüssel. Doch zuvor gab es für ihn und seine drei Rot-Kreuz-Kollegen eine technische Einweisung von Uwe Dreppenstedt und Sascha Pflug. Der Vorteil der Wagen liegt für ihn klar auf der Hand: "In ganz Nordrhein-Westfalen sind die Wagen baugleich."

Seit 1989 ist das Unternehmer Baumeister & Trabandt in Glehn ansässig und rüstet bundesweit für die Feuerwehren, die Polizei und für Hilfsorganisation die Einsatzfahrzeuge nach ihren speziellen Bedürfnissen um. "Auch namhafte Politiker wie der damalige Ministerpräsident Matthias Platzeck haben ihr Dienstfahrzeug bei uns ausgestattet bekommen", verrät Geschäftsführer René Baumeister.

(NGZ)