5. Grevenbroicher Citylauf trotzt der Hitze. Mehr als 2500 Teilnehmer.

Leichtathletik : 5. Grevenbroicher Citylauf trotzt der Hitze

Auch die erste Jubiläumsauflage des Citylaufs war ein Erfolg: Bei bestem Urlaubswetter liefen fast so viele Athleten wie im Vorjahr durch die Grevenbroicher Innenstadt und wurden dabei von rund 5000 Zuschauern angefeuert. Besonders der Marktplatz war bis in die späten Abendstunden hinein sehr gut besucht.

Eine Sambagruppe und Trommeln in allen Größen und dazwischen Zuschauer in mehreren Reihen  – die Läufer und Läuferinnen konnten sich in der Schlossstadt über mangelnde Anfeuerung nicht beschweren. Und gerade das Publikum freute sich über das gute Wetter, auch wenn der ein oder andere Starter sich über niedrigere Temperaturen sicher gefreut hätte. „Zum Glück war es nicht mehr ganz so heiß wie unter der Woche, so sind echt noch viele Läufer und auch knapp 250 Nachmelder gekommen“, sagte Organisator Bernd Juckel zufrieden. Zwar konnte der Teilnehmerrekord vom vergangenen Jahr nicht gebrochen werden, die 2500er-Marke wurde aber wieder deutlich geknackt. Juckel: „Wir hatten Sorgen, dass die Hitze einige abschreckt, aber das war weder bei den Zuschauern noch bei den Läufern der Fall, das hat mich sehr positiv überrascht.“

Gerade zum Ende, bei den langen Läufen, wurden die Temperaturen auch angenehmer, so dass der Sanitätsdienst weitestgehend einen ruhigen Abend hatte. „Die Hitze hat uns noch einiges an spontaner Arbeit beschert, aber auch das hat alles super geklappt“, sagte Juckel. So gab es diesmal zwei Wasserstellen auf der Strecke, eine dritte organisierte das Restaurant Fräuleinswunder spontan privat, so dass niemand darben musste. Auch die Sprenkelanlage der Feuerwehr kam gut an: „Man hätte auch dran vorbei laufen können, aber das hat fast niemand gemacht“, stellte Willy Helfenstein aus dem Organisations-Team schmunzelnd fest. Meistens war er auf dem Führungsfahrrad zu finden, „da kriegt man nicht so viel von neben der Strecke mit, aber die Dusche fanden alle super.“

Zwischen Popcorn-Maschine, Hüpfburg und Obstständen hätte man den eigentlichen Grund des Abends fast schon vergessen können, aber der Lauf stand selbstverständlich im Vordergrund. Besonders der Sparkassen-Lauf über zehn Kilometer sorgte für gute Unterhaltung. Zwar fehlte Streckenrekordhalter Nikki Johnstone verletzungsbedingt, trotzdem reichte es für den Vorjahreszweiten Habtom Tedros von der TG Neuss auch diesmal nicht ganz für den Sieg. Drei Runden lang führte er das Feld alleine an, dann schloss der Wattenscheider Klfe Biemnet zu ihm auf, lief sich einen kleinen Vorsprung raus und siegte bei seinem ersten Start in Grevenbroich mit einer Zeit von 32:12 Minuten. Sieben Sekunden später kam dann Habtom Tedros ins Ziel, auch mit Platz zwei war er zufrieden: „Für das Wetter war es echt gut und die Strecke war wieder gut besucht, das hat richtig Spaß gemacht.“

Da stimmte ihm die schnellste Frau zu: Jule Hedwig (SG Baden Karton) gewann bei ihrem zweiten Start in 39:26 Minuten, neun Sekunden vor der Düsseldorferin Denise Moser. „Ich hatte die Strecke schnell in Erinnerung, letztes Mal bin ich hier Bestzeit gelaufen“, sagte sie. „Dafür war es heute einfach zu warm, aber ich bin trotzdem zufrieden. Die Strecke ist schön, sechs Runden zu laufen ist eigentlich ätzend, aber mit den vielen Zuschauern am Rand geht das dann doch problemlos.“ Auch Moser lobte die Stimmung und ergänzte: „Beim Überrunden ist es zwar sehr eng, aber andererseits hat man durch die kleinen Runden immer jemanden vor sich, an den man sich ran kämpfen kann.“ Ähnlich sah das die Siegerin über die halbe Distanz. „Die Strecke ist schön und die Stimmung toll, es war nur echt voll, deswegen bin ich mit meiner Zeit nicht ganz zufrieden“, sagte Flora Feuring (TG Neuss).

„Die Strecke ist eng und besonders bei dem Fünfer auch sehr voll gewesen“, gab Willy Helfenstein zu. „Aber es ist ja auch ein Jedermann-Lauf und gerade das macht ein bisschen die Atmosphäre aus, es laufen ja viele in Gruppen zusammen.“ Damit die Starter den Jubiläums-Citylauf nicht vergessen, gab es neben den üblichen Urkunden und Fotos auch einen Magneten oder Flaschenöffner für jeden Finisher. „Wir haben viel positives Feedback bekommen, was uns natürlich sehr freut“, sagte Bernd Juckel. „Es hat alles reibungslos funktioniert dank der zahlreichen Helfer.“ Rund 100 von ihnen waren wieder im Einsatz. „Wir wollen noch mal Danke sagen, für die ganze Unterstützung in den fünf Jahren, auch von Sponsoren und der Stadt“, so Juckel.

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