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43. Auflage des Rheinland-Schwimmfests des Neusser SV mit 2534 Starts

Schwimmen : Die Renaissance eines Klassikers

In seiner 43. Auflage schließt das Rheinland-Schwimmfest des Neusser SV mit 2534 Starts an alte Glanzzeiten an.

Siegfried Willecke neigt nicht zur Euphorie, doch die 43. Auflage des internationalen Rheinland-Schwimmfests machte den Vorsitzenden des ausrichtenden Neusser Schwimmvereins (NSV) mächtig froh: „ Mit 2534 Starts und 478 Athleten aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden haben wir zu alten Glanzzeiten aufgeschlossen“, bilanzierte er strahlend und fügte stolz hinzu: „Die Sportler haben das Wasser im Neusser Stadtbad zum Kochen gebracht.“

Wirklich überraschend ist freilich das nicht, nutzten viele Schwimmer den früh in der Saison angesetzten Wettkampf auf der 50-Meter-Bahn doch als erste Möglichkeit, die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften zu erfüllen. Eine Aussicht, die im NSV-Team schon die Jüngsten – an den Start gingen in Neuss die Jahrgänge 2009 und älter – zu außergewöhnlichen Leistungen animierte. So distanzierte Antonia Klöcker die Konkurrenz über 50-Meter-Schmetterlig in 37,08 Sekunden um mehr als sechs Sekunden. Die elfjährige Mariia Mukhovata, erst seit zwei Jahren im Verein, vermochte sich über 100-Meter-Schmetterling sogar für das Finale der offenen Klasse zu qualifizieren und belegte dort in 1:12,15 Minute Platz vier. Der Sieg in diesem Rennen ging mit einem Vorsprung von fast einer Sekunde an Mona Klein (2003) in 1:08,05 Minute.

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Tobias van Aggelen (2004) etablierte sich mit der schnellsten Zeit über 400 Meter Lagen (4:58,83) in der nationalen Elite seines Jahrgangs. Silas Büssing (5:14,72) und Florian Schauerte (5:15,38) schwammen über die gleiche Distanz auf die Plätze zwei und drei. Rückenspezialist Timon Schmitz sicherte sich in 2:18,07 Minuten über 200 Meter Rang eins und in 1:03,80 Minute über 100 Meter den dritten Platz. Anita Szponik schaffte es über 100 Meter Rücken ins Finale und holte schließlich in 1:10,93 Minute Bronze. Über 50 Meter Rücken schlug sie in 32,34 Sekunden in Wettkampf-Bestzeit an. Van Aggelen (2:21,46) und Schmitz (2:23,98) konnten sich auch über 200 Meter Schmetterling durchsetzen. Freistilschwimmer Nicolas Vellen überzeugte sowohl über 400 Meter (4:25,55) als auch über 200 Meter (2:04,95) mit der zweitschnellsten Zeit. Andreas Keil (0:27,12) und Mona Klein (0:30,08) waren über 50 Meter Schmetterling nicht zu bezwingen. Keil holte sich zusätzlich die Silbermedaille in 1:01,10 Minute über 100 Meter Schmetterling. Über 200 Meter Freistil wurde Klein in 2:16,58 Minuten Dritte. Die Langstreckenspezialisten Aaron Schmidt und Jonas Koch machten das Rennen über 1500 Meter Freistil unter sich aus: Schmidt gewann in 16:26,80 Minuten vor Koch (16:39,01). Der Ernst-Lankers-Gedächtnispokal für die erfolgreichste Mannschaft des Meetings ging an die SG Bergheim – allerdings hatte die SG Neuss als Ausrichter verzichtet.

Bereits unmittelbar nach dem letzten der rund 2500 Starts stand für Willecke fest: „Auch die 43. Auflage hat gezeigt, dass wir eine feste Größe im Wettkampfkalender sind.“ Die große Zahl der Teilnehmer von Vereinen aus dem In- und Ausland beweise, so der NSV-Vorsitzende weiter, „dass wir den Aktiven ein gutes Umfeld bieten. Und dies wollen wir auch in Zukunft beibehalten. Mit der Stiftung Sport im Rhein-Kreis Neuss unterstützen wir die Athleten seit 33 Jahren unter dem Motto ‚MACHT SPORT‘, und damit haben eine gute Grundlage für den Leistungssport geschaffen.“

Darum müsse, fordert Willecke, „die Hardware, sprich Sportstätten und Bäder, dringend auf nationalem Standard gehalten beziehungsweise ausgebaut werden.“ Hilfreich war in diesem Zusammenhang der Besuch von führenden Vertretern der Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH: Ratsherr und Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Knipprath sowie Geschäftsführer Matthias Braun übernahmen die Medaillenvergabe im Rahmen der Siegerehrungen.