41. NGZ-Sportlerwahl des Jahres : Crash Eagles Kaarst schnüren Doppelpack

Deutscher Meister im Skaterhockey gewinnt bei NGZ-Sportlerwahl 2018 mit Jan Wrede und Lennart Otten.

Ja sicher, der 1978 auf Initiative des damaligen NGZ-Sportchefs, späteren Redaktionsleiters und heutigen Chefreporters Ludger Baten ins Leben gerufene Klassiker war diesmal etwas spät dran. Doch das Warten auf die zum ersten Mal in die Charity-Gala der Partner für Sport und Bildung eingebettete Parade der 41. NGZ-Sportlerwahl hatte sich gelohnt. Die von RTL-Mann Wolfram Kons und NGZ-Sportchef Volker Koch so wunderbar leicht wie ein Sonntagmorgen moderierte Präsentation der Sieger für das Jahr 2018 bereitete den mehr als 200 Gästen im Festsaal des Euromoda sichtlich Vergnügen.

Das passte zum „Oldie but Goaldie“, der sich über die Jahre zwar immer wieder neu erfunden hat – bei der Premiere Ende der 1970er-Jahre auf dem Neusser Marktplatz lagen die Stimmzettel noch in einer Betonmischmaschine –, sich dabei aber stets treu geblieben ist. „Dies soll eine Sympathiewahl sein“, sagt Volker Koch, „unsere Sportler sind im Rhein-Kreis fest verwurzelt.“ Eine Idee, die von den drei Erstplatzierten 2018 – sowohl die für den Skaterhockey-Bundesligisten Crash Eagles Kaarst tätigen Jan Wrede (1.) und Lennart Otten (2.), die mit ihrem Doppelsieg für ein Novum sorgten, als auch Springreiter Gilbert Tillmann (3.) vom RC Gut Neuhaus Grevenbroich – in geradezu idealer Art und Weise verkörpert wird. Und schlagfertig sind die Jungs auch noch. Die mit wohlwollendem Blick auf den im stylischen Outfit auf die Bühne flanierten Jan Wrede gestellte Frage von Wolfram Kons, „Hat die Wahl zum Sportler des Jahres nur mit der Optik dieses Mannes zu tun?“, beantwortete der Wahl-Kaarster, der im Trikot der Adler am gleichen Tag die DM-Titel bei den Junioren und den Männern geholt hatte, mit einem selbstbewussten Lächeln: „Ich glaube, es war schon die optische Leistung.“ Und weil der 18-Jährige, der an der Gesamtschule Meerbusch noch an seinem Abitur arbeitet, für den sportlichen Wettkampf brennt, ist er auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Gut möglich, dass ihm bei der Düsseldorfer EG über den U20-Nachwuchs mal der Sprung in den Eishockey-Profikader gelingt.

Sein Teamkollege Lennart Otten ist dabei, sich nach seinem im Sommer erlittenen Schlüsselbeinbruch wieder in den Kader des Deutschen Meisters zu arbeiten. Dass der Junioren-Europameister am Freitag genau am richtigen Ort war, lag nicht nur daran, dass er in Wolfram Kons, dessen Bruder Arndt Kons es sogar bis ins Tor der Skaterhockey-Nationalmannschaft brachte, einen kompetenten Gesprächspartner fand. Auch in Sachen Karriereplanung könnte er als frischgebackener Abiturient am Gymnasium Norf vis-à-vis mit den aus der Mitte der heimischen Wirtschaft kommenden Partnern für Sport und Bildung einen gehörigen Schritt vorangekommen sein. Zumal sein Spektrum extrem weit gefasst ist: „Ich würde alles machen.“

Gilbert Tillmann hat seine Berufung längst gefunden. „Mein Leben wird vom Reitsport bestimmt“, sagte der 37-Jährige, 2013 auf Hello Max Sieger beim 84. Deutschen Spring-Derby und 2018 Zweiter auf dem inzwischen verkauften Claus Dieter. Ruhm, den er allerdings nicht alleine für sich beanspruchen mag: „Wir sind immer abhängig von unserem Partner – von unserem Pferd.“ Für Volker Koch steht trotzdem fest: „Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde die Legende vom Deutschland-Achter im Rudern begründet – Gilbert Tillmann ist auch eine Legende.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen ...

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