Jüchen : 3M-Lagerhalle vor dem Richtfest

Der neue Lagerhallenkomplex an der B 59 nimmt Form an: Ende des Monats möchte die für den Bau verantwortliche Kleine-Gruppe Richtfest feiern. Drei Viertel der 40 000 Quadratmeter großen Halle wird 3M nutzen. Zugleich lässt der Technologiekonzern sein Förderband-System erneuern.

Der Termin steht: Am 30. September feiert die Kleine-Gruppe das Richtfest des neuen Logistikzentrums in Jüchen, das hauptsächlich der Großkonzern 3M nutzen wird. "Wir wollen auf einen bisher reibungslosen Bauverlauf anstoßen", teilt die in Grevenbroich ansässige Kleine-Gruppe mit. Sie ist für den Bau des Großprojektes an der Neusser Straße (B 59) verantwortlich. Kosten: 25 Millionen Euro. Daher ist auch von einem "wichtigen Meilenstein" der Firmengeschichte die Rede.

Das gilt auch für 3M: Die neue Logistikhalle erweitert das an seine Kapazitätsgrenzen gestoßene Logistikzentrum des Technologie-Konzerns in Jüchen. Das bisherige Lager gilt als das wichtigste der fünf großen europäischen Distributionszentren von 3M. Der Ausbau ist ein klares Bekenntnis zum Standort Jüchen. Der Erweiterungsbau entsteht auf einem 82 000 Quadratmeter großen Areal neben Polo. Die Fläche der neuen Lagerhalle beträgt 40 000 Quadratmeter. Drei Viertel davon wird 3M nutzen.

Auch im alten Lager rücken bald die Arbeiter an. Dort tauscht das Mönchengladbacher Unternehmen "Vanderlande Industries" das Förderband-System aus — bei laufendem Betrieb. Vanderlande hat bereits eine Vielzahl solcher Umbauten durchgeführt. Pro Tag ver-sendet 3M vom Standort in Jüchen derzeit rund 130 000 Kartons.

Das Förderband-System wird auch mit der neuen Lagerhalle verbunden. Über eine 150 Meter lange Brücke sollen die Waren problemlos über die B 59 transportiert werden können. Damit wird ein Lkw-loser Warenaustausch zwischen beiden Lagern ermöglicht. Die Länge des in der neuen Halle verlegten Förderbandes: 34 Kilometer.

Angesiedelt hat sich 3M bereits 1994 an der Jüchener Straße. Seither ist der Standort des amerikanischen Unternehmens dort gewachsen. Mehr als die Hälfte der Lieferungen geht von Jüchen ins Ausland: in die Benelux-Staaten, nach Skandinavien, Österreich und in die baltischen Staaten. Das neue Lager soll zu Beginn des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. Spatenstich war im Juni.

Bis 15. Dezember soll auch der Kreisverkehr an der B 59 fertig sein. Technischer Dezernent Oswald Duda bekräftigt, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen. "In der vergangenen Woche wurde mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen", sagt Duda. Der Kreisverkehr an der B 59 wird in insgesamt drei Bauabschnitten errichtet.

(NGZ/rl)