Leichtathletik Der Jubiläums-Lauf macht Lust auf noch viel mehr

Neukirchen · Der 30. Energie Cross am Viehweg in Neukirchen bringt auf perfekt präparierter Strecke genau 272 Läufer und Läuferinnen ins Ziel. Damit zeigen sich die Macher bei der ausrichtenden SG Neukirchen/Hülchrath zufrieden.

 Schon kurz nach dem Start über 5100 Meter liegen David Sudowé (707), Fabian Dichans (706) und Eric Taubitz (623) vorne.

Schon kurz nach dem Start über 5100 Meter liegen David Sudowé (707), Fabian Dichans (706) und Eric Taubitz (623) vorne.

Foto: SG/NH

Ja gut, 2020, ziemlich genau einen Monat vor dem offiziellen Ausbruch der Corona-Pandemie, meldete die 27. Auflage des Laufs mit den charakteristischen Strohballenhindernissen satte 439 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Auch beim Restart 2022 fiel trotz der Sturmtiefs Ylenia, Zeynep und Antonia sowie der mit den Unbilden der Coronavirus-Variante Omikron verbundenen Schwierigkeiten abermals die 400er-Marke. Und im vergangenen Jahr erreichten 363 Aktive das Ziel – nach mehr als 400 Anmeldungen im Vorfeld.

Dass zum (kleinen) Jubiläum die „Stoppuhren“ nur 272 Mal zum Einsatz kamen, war für das von Bernd Juckel und Christian Döhmelt angeführte Orga-Team indes kein Grund, Trübsal zu blasen. „Wir lagen rund 20 Prozent unter den Zahlen des Vorjahrs“, bestätigte der in Neukirchen auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Willy Helfenstein zwar, „aber damit waren wir zufrieden. Wenn man das mit anderen Crossläufen vergleicht, ist das ein gutes, normales Niveau.“

 Voll bei der Sache: Auch den eifrigen Schülerinnen bereitete der traditionell mit Strohballenhindernissen gespickten Kurs in Neukirchen sichtlich Freude.

Voll bei der Sache: Auch den eifrigen Schülerinnen bereitete der traditionell mit Strohballenhindernissen gespickten Kurs in Neukirchen sichtlich Freude.

Foto: SG N/H

Im Gegensatz zum ebenfalls von der SG Neukirchen/Hülchrath veranstalteten Grevenbroicher Citylauf, der seit seiner Premiere im Juni 2015 Jahr für Jahr neue Rekorde aufstellt, zieht die sportliche Betätigung im Gelände halt nur wenige Hobbyläufer ins oft schlammige Vergnügen. „Diejenigen, die Crossläufe als ideale Vorbereitung auf die Saison nutzen und sich hier die Kraft für den Sommer holen, sind zu 90 Prozent einem Verein angeschlossen“, weiß Helfenstein und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber was soll man erwarten, wenn selbst deutsche Spitzenläufer im Winter in der Halle trainieren. Weicheier! In Belgien ist das komplett anders: Da gibt es im Winter die Crossläufe und im Sommer die Radrennen.“

 Der Essener David Sudowé lief mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.

Der Essener David Sudowé lief mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.

Foto: SG/NH

Weil es am Wochenende trocken blieb und die vom Regen ins Land gebrachte Nässe ausreichend Gelegenheit fand, tief in den Boden zu ziehen, herrschten auf der Sportanlage am Viehweg bis zum Hauptlauf über 5100 Meter optimale Bedingungen. Helfenstein: „Es gab keine Riesen-Spurrillen oder Schlammwüsten wie früher schon mal. Die Strecke war ohne Spikes zu bewältigen.“ Wohl auch deshalb hatte sich Vorjahressieger Fabian Dichans (AYYO Team Essen) noch kurzfristig zu einer Teilnahme entschlossen. Allerdings musste er sich dieses Mal geschlagen geben. Seine Zeit von 19:01 Minuten brachte ihn auf Rang zwei. Schneller war David Sudowé (Team Essen 99), für den 18:40 Minuten zu Buche standen.

Den dritten Platz auf dem Siegertreppchen sicherte sich Armin Gero Beus (SV Sonsbeck) in 19:49 Minuten. Nur knapp am Stockerl vorbei lief als Vierter Eric Taubitz vom TSV Bayer Dormagen in 20:34 Minuten.

Bei den Frauen hatte Denise Moser (SFD 75 Düsseldorf) in 21:20 Minuten die Nase vorne. Im Ziel lag sie am Ende 16 Sekunden vor Florentine Exner (Tri Team Ratingen), die 21:36 Minuten benötigte. Die Dormagenerin Fabiana Niemann kam in 24:23 Minuten auf den Bronze-Rang.

Dass sich Zuschauer und Aktive in Neukirchen wohlgefühlt hatten, machte Helfenstein auch daran fest, „dass die Leute hinterher noch lange auf der Anlage geblieben sind. Der Grillstand war gut besucht.“ Daraus erwächst für ihn die Verpflichtung, die 31. Auflage des Klassikers in Angriff zu nehmen.

Eine Idee, wie der für alle gut einsehbare Kurs noch attraktiver gestaltet werden könnte, hat er schon: „In den nächsten Wochen wird hier ja die Schwimmhalle abgerissen. Dann haben wir vielleicht Platz für einen zweiten Hügel auf der Strecke.“ Der Querfeldein- als Berglauf sozusagen.

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