Tischtennis : Holzbüttgen büßt nach erster Niederlage Tabellenführung ein

3. Tischtennis-Bundesliga: Top-Favorit Hannover 96 erweist sich beim 6:2-Sieg als zu stark. In Poppenbüttel wendet die DJK eine zweite Schlappe noch ab.

Mit einem Sieg und einer Niederlage sind die Tischtennis-Spielerinnen der DJK Holzbüttgen von ihrer letzten Auswärtsfahrt vor der Winterpause aus Niedersachsen und Hamburg zurückgekehrt. Am Sonntagvormittag gelang den Kaarsterinnen beim Abstiegskandidaten SC Poppenbüttel ein 6:4-Erfolg. Am Samstagnachmittag mussten sie sich zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben. In Hannover kassierte das DJK-Quartett eine deutliche 2:6-Niederlage und büßte somit die Tabellenführung ein, die die Gastgeberinnen übernahmen.

Im Spiel beim Topfavoriten der Liga zeigten die Holzbüttgenerinnen zwar, dass sie auf Augenhöhe mit dem stärksten Team in der Nordgruppe der Dritten Bundesliga mithalten können, in den entscheidenden Momenten hatten die Gastgeberinnen aber meistens die Nase vorn. Vier Mal mussten sich die DJK-Damen im Entscheidungssatz geschlagen geben: „Hannover hatte in den meisten Spielen am Ende einfach die bessere Antwort. Es waren trotz der Niederlage super Spiele dabei. Wir lassen den Kopf jetzt nicht hängen“, sagt Jana Vollmert.

Zu Beginn verlief es ähnlich spannend wie in der Vorwoche in Großburgwedel. Jana Vollmert und Lisa Scherring verloren zwar ihr Doppel gegen Shio Ono und Katerina Cechova glatt in drei Sätzen, dafür sorgten Valerija Stepanovska und Martyna Dziadkowiec mit ihrem 14:12, 11:13, 9:11, 11:6 und 11:9-Sieg gegen Caroline Hajok und Maria Shiiba für den Ausgleich. Dann folgte der erste Knackpunkt in der Partie. Im oberen Paarkreuz verlor Spitzenspielerin Valerija Stepanovska gegen die Nummer zwei von Hannover, Caroline Hajok, im fünften Satz mit 8:11.

Da zuvor auch Martyna Dziadkowiec glatt in drei Sätzen gegen die japanische Spitzenspielerin Shio Ono verloren hatte, lagen die Kaarsterinnen vor der Pause zum ersten Mal mit zwei Zählern im Rückstand. Die Wende musste also im unteren Paarkreuz her, aber auch da erwiesen sich die Gastgeberinnen in der entscheidenden Phase als zu stark. Sowohl Jana Vollmert (gegen Maria Shiiba) als auch Lisa Scherring (gegen Katerina Cechova) verloren im fünften Satz, wodurch die Vorentscheidung gefallen war. Im Anschluss glänzte Valerija Stepanovska noch einmal mit einem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg gegen Shio Ono. Danach unterlag Martyna Dziadkowiec aber Caroline Hajok im fünften Durchgang mit 7:11, wodurch die 2:6-Niederlage und der Verlust der Tabellenführung an Hannover 96 besiegelt war.

Viel Zeit zum Trübsal blasen hatten die Kaarsterinnen allerdings nicht. Bereits am gleichen Nachmittag ging die Reise weiter nach Hamburg, wo am Sonntagvormittag die Partie beim SC Poppenbüttel anstand. Da spürten die Holzbüttgenerinnen die Belastung des Vortages und lagen unerwartet nach den Doppeln mit 0:2 im Rückstand. Auch Martyna Dziadkowiec verlor gegen Poppenbüttels Spitzenspielerin Olufunke Oshonaike mit 2:3-Sätzen, so dass die Kaarsterinnen gehörig unter Druck standen. Dann folgte aber eine Siegesserie von Valerija Stepanovska (2), Lisa Scherring (1), Jana Vollmert (1) und Martyna Dziadkowiec (1), so dass nur noch ein Punkt zum Sieg fehlte. Den holte Lisa Scherring mit einem 3:0-Sieg gegen Anna Tietgens, nachdem Jana Vollmert zuvor gegen Jasmin Kersten (1:3) den vierten SC-Zähler zuließ.

„Wir haben noch einmal sehr viel investiert und wussten vorher, dass es nach dem Spiel in Hannover nicht leicht werden wird. Wir sind nach dem 0:2-Doppelzwischenstand hammermäßig zurückgekommen. Hannover war einfach den entscheidenden Tick besser. Jetzt sind wir happy über die Hinrunde, aber kaputt“, resümierte DJK-Kapitänin Lisa Scherring.