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3. Handball-Liga Rhein Vikings besiegen TuS Spenge

Handball : Lukas Becher behält in Schlusssekunde die Nerven

Sein Siebenmetertor zum 26:25 beschert Handball-Drittligist Rhein Vikings Sieg über den Tabellenzweiten TuS Spenge.

Was für eine Dramatik im Hammfeld: Dank der Nervenstärke von Lukas Becher konnten die Rhein Vikings mit dem 26:25 (12:13) gegen den TuS Spenge einen gelungenen Jahresabschluss feiern. Der Linksaußen verwandelte in der letzten Sekunde einen Siebenmeter für den Handball-Drittligisten und sicherte damit den Heimerfolg für den Zweitliga-Absteiger.

Die Wikinger konnten damit die 24:25-Pleite in Leichlingen aus der Vorwoche ausmerzen und sich zugleich für die deutliche 27:35-Hinspielpleite revanchieren. Zugleich feierte das Team den dritten Sieg in den letzten vier Spielen. Offiziell 540 Zuschauer in der Hammfeldhalle bildeten dabei die Saison. „Es war eine super Stimmung in der Halle. Die Zuschauer haben uns in jeder Phase des Spiels unterstützt“, freute sich der Coach Jörg Bohrmann. Partien gegen den aktuellen Tabellenzweiten entwickeln sich zu einer Spezialität der Vikings. Wurde rund zwei Wochen zuvor mit Eintracht Hagen der damalige Zweite mit 32:29 nach Hause geschickt, traf es nun die Gäste aus dem Kreis Herford.

Dabei erwischten die Neusser keinen optimalen Start, lagen mit 2:4 (8.) und 3:5 (10.) zurück. Spenges  Schlüsselspieler Oliver Tesch sah jedoch bereits früh die Rote Karte nach einem Schlag ins Gesicht von David Denert (3.). Beim 6:5 (13.) und 7:6 (14.) lagen die Gastgeber erstmals vorne. Doch Spenge drehte die Partie erneut und konnte zwischenzeitlich auf 13:10 davonziehen (29.). Schon hier war es Lukas Becher, der die Gastgeber mit zwei Treffern noch vor der Pause zurück ins Spiel brachte. „Wir haben sehr viele technische Fehler gemacht und gerade in der ersten Hälfte viele Bälle im Gegenstoß liegengelassen“, haderte Bohrmann.

Doch auch nach der Pause liefen die Neusser zunächst einem Rückstand hinterher. Paul Skorupa erzielte mit dem 19:18 schließlich endlich wieder einen Führungstreffer (43.). Diese Pole-Position sollten die Rheinländer nun auch bis zum Spielende nicht mehr abgeben. In der hochdramatischen Schlussphase nahm Bohrmann 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff noch einmal eine Auszeit. Becher führte danach auf Linksaußen den Ball und wurde beim Wurf behindert. Den fälligen Strafwurf verwandelte er selbst nervenstark. „Er hat sich unglaublich entwickelt“, lobt Bohrmann seinen Spieler, der im Sommer aus der A-Jugend des TSV Hannover kam, „er ist ein bescheidener Junge und ein Arbeiter. Heute hat er auch in der Abwehr sehr stark gedeckt, defensiv hat er sich allgemein auch sehr gut entwickelt.“

Die Vikings können nun etwas durchschnaufen. Nach der kurzen Pause geht es am 10. Januar mit einem Auswärtsspiel bei der HSG Bergische Panther in Burscheid weiter.

Rhein Vikings: Dreyer, Broy – Gipperich 3, Aust 1, Görgen 1, Schön, Skorupa 2, Weis 2, Sato, Becher 6/3, Handschke 1, Zimmermann, Schlichting 3, Denert 1, Eberlein 4, Ingenpass 2.