3. Handball-Liga Geschäftsführer Daniel Pankofer verlässt Rhein Vikings

Handball : Daniel Pankofer verlässt die Rhein Vikings

Geschäftsführer des Handball-Drittligisten wird für gleiches Amt beim VfL Lübeck-Schwartau gehandelt.

Manchmal sind minimale mathematische Kenntnisse auch im Sport nicht verkehrt. Wenn in Neuss durchsickert, dass Daniel Pankofer sein Amt als Geschäftsführer bei den Rhein Vikings aufgibt, gleichzeitig der VfL Lübeck-Schwartau bekannt gibt, dass er dem Wunsch von Michael Friedrichs entsprochen hat, „ihn von seinen Aufgaben als Geschäftsführer mit sofortiger Wirkung zu entbinden und freizustellen,“ liegt es nahe, zwei und zwei zusammen zu zählen. Zumal Pankofer vor seinem Wechsel nach Neuss zwei Jahre  (2014 bis 2016) für den VfL gespielt hat.

Der 38-Jährige will einen Wechsel nach Lübeck weder bestätigen noch dementieren. Er habe „aus persönlichen Gründen“ Vikings-Gesellschafter Volker Staufert um Auflösung seines Vertrages gebeten, sagt Pankofer – und das zu einem Zeitpunkt, an dem ihm kein anderes Angebot aus der Handballszene vorgelegen habe. Er gehe auch mit einem weinenden Auge, denn „sportlich läuft es rund, da hat Jörg Bohrmann gute Arbeit geleistet,“ sagt er mit Blick auf das Drittliga-Team, das nach elf Spieltagen auf Tabellenplatz sechs der 3. Liga Nord-West mit nur zwei Punkten Rückstand auf Mit-Absteiger Eintracht Hagen auf Rang drei liegt, „und es kommen immer mehr Zuschauer zu unseren Heimspielen“ – zuletzt sahen 420 den 29:25-Sieg über die SG Menden.

Wie es bei den Vikings weitergeht, vermag Volker Staufert noch nicht zu sagen: „Wir haben Daniels Wunsch entsprochen,“ sagt der Vikings-Gesellschafter, „und suchen jetzt nach einer Interimslösung für seine Position.“ Die soll „zunächst ehren- oder nebenamtlich“ ausgefüllt werden. Ob es irgendwann wieder einen hauptamtlichen Geschäftsführer geben werden, lässt Staufert offen: „Das hängt von der weiteren Entwicklung ab, die die Vikings nehmen.“ Und damit ist offensichtlich nicht nur die sportliche gemeint.

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