3. Handball-Bundesliga HSG Rhein Vikings schlagen Leichlinger TV

Handball : Rhein Vikings behalten im Auftaktkrimi die Nerven

Handball-Drittligist feiert im ersten Spiel nach der Rückkehr nach Neuss knappen, aber verdienten 31:30-Sieg über Leichlingen.

Welch ein Handball-Krimi am Hammfeld: Am Ende eines nervenaufreibenden, teilweise hitzigen Derbys setzte sich die HSG Rhein Vikings in der 3. Liga gegen den Leichlinger TV denkbar knapp mit 31:30 (17:15) durch. So verdient der Heimerfolg letztlich auch war, so sehr mussten die Wikinger bis zur letzten Sekunde um die zwei Punkte zittern. „Die Mannschaft hat gefightet und am Ende einen verdienten Erfolg eingefahren“, freute sich der Vikings-Coach Jörg Bohrmann unmittelbar nach dem Spiel.

Der Heimerfolg stand dabei auf des Messers Schneide: Brian Gipperich vergab beim Stand von 31:29 die große Chance zur Entscheidung in der Schlussminute, sein Ball verfehlte das Leichlinger Tor, im Gegenzug verkürzten die Gäste auf 31:30. Der schnelle Gegenstoß wurde geblockt, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen, sodass die Rückkehr in die Hammfeldhalle eine erfolgreiche wurde.

Generell lässt es sich nach diesem Derby bereits erahnen, dass die Rückkehr aus dem überdimensionierten Düsseldorfer Castello in die enge Neusser Halle einen Glücksgriff für den Verein darstellen dürfte. Die Zuschauer waren dicht dran am Geschehen, fieberten lautstark mit und gaben ihrem Team so noch einen Extraschub Motivation. Als besondere Antreiber kristallisierten sich im Vikings-Spiel über die 60 Minuten vor allem der neue Linksaußen David Denert sowie der Rückraumspieler Brian Gipperich heraus. Insbesondere Gipperich behielt in der Schlussphase einige Male die Nerven und brachte seine Würfe im Tor unter, als den Vikings die Führung aus den Händen zu gleiten drohte. Bohrmann wollte nach dem Spiel jedoch keinen Spieler einzeln hervorheben: „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

In der ersten Hälfte schien, als könnten sich die Gastgeber deutlicher absetzen. 13:10 (21.) und 17:13 (28.) stand es zwischenzeitlich für die HSG. Die Emotionen kochten hoch, als Denert im Wurf zum möglichen 18:13 zu Boden gerissen, jedoch kein Foul gepfiffen wurde und Leichlingen im Gegenzug auf 17:14 verkürzte (29.). „In der ersten Hälfte haben wir uns zu sehr mit dem Gegner beschäftigt, da müssen wir ruhiger werden“, kritisierte Bohrmann. Nach der Pause zogen die Vikings abermals auf 22:18 (36.) und 25:22 (48.) davon, doch in der Schlussphase kämpften sich die Gäste heran, konnten beim 25:25 (50.) und 27:27 (55.) jeweils ausgleichen. Am Ende behielten die Vikings jedoch die Nerven.

HSG Rhein Vikings: Broy (Dreyer); Gipperich (6), Aust (6), Görgen, Schön, Eberlein, Weis (5), Becher (5/2), Handschke, Zimmermann (4), Denert (5/3).

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