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2G-Regelen in der Kreisliga A des Fußballkreises Grevenbroch/Neuss

Fußball : Gemischte Gefühle in der Kreisliga A

Die neuen Corona-Vorgaben sind für die heimischen Fußballer in der A-Liga kein Problem. Dennoch sorgen die neuen Rahmenbedingungen auch für Unmut.

Es wird weitergespielt in der Fußball-Kreisliga A – aber unter neuen Corona-Auflagen. Bei den Vereinen sorgt das für gemischte Gefühle. Dass Spieler nur noch immunisiert oder mit einem PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen dürfen, ist für die Vereine kaum ein Problem. Die Impfquote in den Kreisliga-Mannschaften ist hoch. Pro Team betrifft das maximal drei Spieler, in vielen Fällen erfüllt sogar die komplette Mannschaft die 2G-Regel. Vereinzelt gibt es durchaus Spieler, die nicht oder noch nicht vollständig geimpft sind. Da wollen manche Vereine aber auf die Möglichkeit von PCR-Tests zurückgreifen.

Das Problem der Klubs liegt eher an anderer Stelle. „Uns stellt das organisatorisch vor Probleme“, berichtet Gieraths Teammanager Philipp Rohrbach. „Der Aufwand für unsere Ehrenamtler ist jetzt schon ziemlich groß“, erzählt Michele Fasanelli, Trainer des TuS Grevenbroich. „Wir haben unseren Spielern schon gesagt, dass ihre Freunde und Verwandten zu Hause bleiben sollen, wenn sie 2G nicht erfüllen“, berichtet Ramazan Kavgaci, 1. Vorsitzender des SVG Grevenbroich. Er und seine Vorstandskollegen überlegen sogar, die Zuschauer noch komplett auszuschließen. Die Vereine müssen bei allen Zuschauern den Impf- oder den Genesenennachweis kontrollieren. Auch beim Betreten der Anlage und am Spielfeldrand gilt 2G. Sollte dort etwas schieflaufen, haftet der Verein.

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Wirklich begeistert ist der Großteil der Trainer in der Kreisliga A über die Fortsetzung des Spielbetriebs nicht. „Vielleicht sollten wir früher in die Winterpause gehen“, schlägt Grimlinghausens Trainer Milad Bastanipour vor. „Aufgrund der steigenden Infektionszahlen bin ich der Meinung, dass man unterbrechen sollte“, sagt Süd-Coach Alexander Hermel. Nils Heryschek vom VfR Büttgen ist auch kein Fan der Fortsetzung. „Wir sollen unsere Kontakte reduzieren, stehen aber jeden Sonntag auf dem Fußball-Platz. Das macht für mich keinen Sinn.“ Zons-Trainer Thomas Boldt sieht das etwas anders als seine Kollegen. „Ich bin dafür, dass wir die Hinrunde zu Ende bringen – solange das noch möglich ist“, so Boldt.

Bei dem ganzen Corona-Tohuwabohu geht die sportliche Situation schon fast unter – am Sonntag wird aber dennoch gespielt. Nils Heryschek freut sich auf das erste kleine Derby mit dem VfR Büttgen: Es geht gegen den SV Glehn. Der FC Delhoven muss gegen den SV Rosellen punkten, um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Der SC Grimlinghausen empfängt die zweite Garde des VfL Jüchen/Garzweiler II. Der VfR Neuss trifft auf Grevenbroich-Süd. Hackenbroich ist zu Gast beim SVG Grevenbroich. Der TuS Grevenbroich spielt in Hoisten, Nievenheim gastiert in Gierath und der FC Zons muss auf heimischem Platz gegen Vorst ran.