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28. Energie-Cross in Neukirchen findet trotz Corona-Pandemie statt.

Leichtathletik : Neukirchener Crosslauf trotzt dem Trend

Omikron und allen Absagen im Lande zum Trotz: Der 28. Energie-Cross der SG Neukirchen/Hülchrath findet wie geplant am 19. Februar auf der Sportanlage am Viehweg in Neukirchen, unter Beachtung der geltenden Corona-Regeln, statt.

Es hat irgendwie etwa vom gallischen Dorf. Zwar trotzen in diesem Fall nicht die Waffenbrüder Asterix und Obelix der römischen Übermacht, aber ansonsten ist alles da: Das kleine Dorf heißt Neukirchen – und dessen Bewohner wehren sich mit bewundernswerter Entschlossenheit gegen das vermaledeite Coronavirus. Dabei hilft ihnen statt des übermenschliche Kräfte verleihenden Zaubertranks des weisen Druiden Miraculix nur die pure Leidenschaft. Und die größte Angst des ehrenamtlich tätigen Orga-Teams der SG Neukirchen/Hülchrath um Willy Helfenstein ist keineswegs, dass ihm der Grevenbroicher Himmel auf den Kopf fallen könnte, sondern die bis zum ersten Start am 19. Februar möglicherweise noch mal verschärften Hygienevorschriften der Politik.

 Der 28. Energie-Cross kann kommen: Die Stohballenhindernisse auf der Sportanlage am Viehweg in Neukirchen liegen schon bereit – wie hier 2020 beim bislang letzten Lauf über 5,1 Kilometer.
Der 28. Energie-Cross kann kommen: Die Stohballenhindernisse auf der Sportanlage am Viehweg in Neukirchen liegen schon bereit – wie hier 2020 beim bislang letzten Lauf über 5,1 Kilometer. Foto: SGNH

Darauf deutet freilich im Moment gar nichts hin. „Man sprich ja eher über Lockerungen“, sagt Helfenstein. Und deshalb er hat gute Nachrichten: „Bisher sind fast 300 Voranmeldungen eingegangen, mehr als zum gleichen Zeitraum beim letzten Crosslauf.“ Die beiden Veranstaltungen vor der pandemiebedingten Absage in Neukirchen 2021 hatten jeweils rund 350 Läufer und Läuferinnen im Ziel gesehen. Helfenstein führt die „unerwartet gute Resonanz“ darauf zurück, dass in diesem Winter viele Veranstaltungen ausgefallen seien – etwa die Crossläufe in Kapellen und Straberg. „Alle sind froh, wieder mal bei einem Lauf zu starten. Wir haben viele Voranmeldungen aus dem Wuppertaler Bereich und vom gesamten Niederrhein. Die hatten wir sonst nicht.“

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Weil die Zahlen im Vorfeld optimistisch stimmen, verzichten die Organisatoren auch darauf, sich mit Nachmeldungen am Veranstaltungstag zusätzlichen Stress aufzuladen. „Das ist nun nicht mehr möglich“, stellt Helfenstein klar. „Dann hätte man nämlich wieder eine Schlangenbbildung, und das wollen wir unbedingt vermeiden.“ Damit entgingen ihnen zwar die Startgelder Kurzentschlossener, „doch in diesen sauern Apfel müssen wir halt beißen.“ Immerhin wurde inzwischen der Anmeldeschluss unter www.sgnh/leichtathletik von Sonntag auf Mittwoch, den 16. Februar verschoben. Und Helfenstein geht ganz fest davon aus, „dass aus dem hiesigen Umfeld noch was kommen wird.“ Der Verzicht auf die Nachmeldungen, „die früher so um die zehn Prozent der Teilnehmer ausmachten“, erklärt Helfenstein, ist indes in erster Linie eine Reaktion auf die mit der Corona-Pandemie verbundenen Risiken. „Die für Laufschuhe mit Spikes geeigneten Strecken bleiben unverändert. Strohballenhindernisse, Hügel und enge Kurven sorgen für einen abwechslungsreichen Parcours“, beruhigt Helfenstein zwar, doch ist der 28. Energie-Cross als reine Außenveranstaltung konzipiert. Heißt im Klartext: Alle Aktivitäten finden im Freien statt, das Rahmenprogramm ist stark eingeschränkt. Grundsätzlich gilt ... 

... die Teilnahme ist nur nach der 2G-Regel möglich
... bei der Startnummernausgabe und im Startbereich besteht eine Maskenpflicht
... es gibt keine Dusch- und Umkleidemöglichkeiten

... auf die Einrichtung einer Kuchentheke und eines Grillstandes muss der Veranstalter diesmal verzichten

... jedoch wartet nach dem Zieleinlauf frischer Tee (kein Zaubertrank!) auf alle Finisher. In den Bambini- und Schülerläufen gibt es für jeden Teilnehmer eine Auszeichnung in Form einer Medaille.

Übrigens: Da in Neukirchen wegen Corona das auch bei den Galliern obligatorische Schlussbankett ausfällt, bleibt die Rolle des von der Welt unverstandenen Barden Troubadix wieder mal unbesetzt. Schade.