20. Schindler Tour de Neuss Phil Bauhaus holt sich im packenden Sprint den Sieg

Neuss · In einem unfassbar spannenden Finale eines unvergesslichen Rennens sprintet der Radprofi aus Bocholt bei der Schindler Tour de Neuss zum Sieg.

Radsport in Neuss: Die 20. Tour de Neuss in Bildern
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So war die 20. Tour de Neuss

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Foto: Andreas Woitschützke

Was für ein stimmungsvoller Abend! Was für ein Fest für den Radsport im Rhein-Kreis und in ganz Deutschland. Drei Tage nach der Tour de France bot die 20. Auflage der Schindler Tour de Neuss offiziell rund 30.000 begeisterten Zuschauern und Zuschauerinnen eigentlich alles, was das Herz begehrt: Spaß, Unterhaltung, gute Gespräche am Streckenrand und natürlich erstklassigen Sport.

Das imaginäre Drehbuch stimmte einfach, strebte das Rennen auf der Zielgeraden genau um 20.56 Uhr nach gut 80 Kilometern doch seinem dramatischen Finale entgegen. Und wie von den Experten vorausgesagt, machten die Sprinter den Sieg unter sich aus: Vorjahressieger Nils Politt hatte auf der vorletzten Runde noch versucht, dem Feld zu enteilen. Ohne Erfolg. Die besten Beine hatte am Ende Phil Bauhaus, der schon bei der Frankreich-Rundfahrt ein paar Mal am Etappensieg gekratzt hatte. In Neuss schlug er zu, lag im Ziel indes nur Millimeter vor dem ebenfalls hochgehandelten Pascal Ackermann.

Der Lohn für harte Arbeit, das spiegelte auch sein Fazit kurz nach der Triumph-Fahrt wider: „Ich hatte fast das Gefühl, wir sind immer noch bei der Tour de France, so schnell war das!“

 Die dramatische Entscheidung: Phil Bauhaus siegt im Sprint hauchdünn vor Pascal Ackermann und Sven Thurau.

Die dramatische Entscheidung: Phil Bauhaus siegt im Sprint hauchdünn vor Pascal Ackermann und Sven Thurau.

Foto: A. Woitschützke

Höchst erfreulich auch: In Sven Thurau aus dem bis zum Schluss extrem präsenten Team Sportforum Kaarst/Büttgen sicherte sich ein Lokalmatador den dritten Platz. Viel besser geht es nicht. Und darum stand für Stephan Hilgers, Vorsitzender des ausrichtenden Neusser Radfahrervereins, bereits bei der Siegerehrung fest: „Wir sind nur ein kleiner Verein, aber mit einem großen Kämpferherz. Den Applaus des Publikums nehmen wir als Auftrag für die 21. Tour de Neuss im nächsten Jahr.“

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