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2. Tennis-Bundesliga BW Neuss schlägt Wilhelmshavener THC mit 6:3

Tennis : Blau-Weiss ändert noch nicht sein Saisonziel

Tennis-Zweitligist TC Blau-Weiss Neuss bleibt nach dem 6:3 über den Wilhelmshavener THC auch im dritten Spiel ungeschlagen.

Nein, sagt Marius Zay und lacht dabei ein bisschen verlegen, sein Saisonziel werde der TC Blau-Weiss Neuss noch nicht ändern. Das lautet für den Absteiger aus der Tennis-Bundesliga erst einmal Klassenerhalt in der Zweiten Liga – und den haben die Neusser nach dem 6:3 über den Wilhelmshavener THC, dem dritten Sieg im dritten Spiel, eigentlich schon so gut wie sicher.

Zumal sich am Freitag (2. August, 13 Uhr) der bislang sieglose Tabellenletzte Bielefelder TTC an der Jahnstraße vorstellt. Doch genau diese Freitagspiele – am 9. und 16. August stehen zwei weitere für die Blau-Weissen auf dem Programm – liegen dem Neusser Teamchef schwer im Magen. Weil die meisten seiner Spieler in dieser Woche wieder bei einem Turnier unterwegs sind, „weißt du nie, welche Mannschaft du zusammen kriegst,“ sagt Zay. Erschwert wird das Unterfangen noch dadurch, dass im Gegensatz zur Bundesliga im Unterhaus sechs Einzel und drei Doppel zu bestücken sind.

Und weil Aufsteiger TC Bredeney Essen wie erwartet überlegen seine Kreise zieht – bislang 7:2 über Club an der Alster, 9:0 beim TC Iserlohn und 7:2 beim Bremer TC – nehmen sie an der Jahnstraße das Wort direkter Wiederaufstieg auch nicht in den Mund. Zumal, siehe oben, Blau-Weiss auch noch an einem Freitag (dem 16. August) in Bredeney auflaufen muss. Bis dahin möchte Zay „so viele Matchpunkte mitnehmen wie möglich“. Am Freitag, nachdem seine Schützlinge bei BW Berlin bereits nach den Einzeln uneinholbar mit 5:1 geführt hatten, gelang das mit drei gewonnenen Doppeln, was in der Endabrechnung ein 8:1 bedeutete. Am Sonntag folgte vor heimischem, nicht allzu zahlreich erschienenen Publikum ein 6:3 über den Wilhelmshavener THC. „Schade“, sagt Zay mit Blick auf den geringen Zuschauerzuspruch, „denn die Matches waren wirklich sehenswert.“

Das galt in seinen Augen vor allem für die Spitzenspiele zwischen Tak Khunn Wang und dem Spanier Oriol Roca-Batalla, das der Neusser Franzose mit asiatischen Wurzeln mit 7:6, 4:6, 10:6 für sich entschied, und dem Duell des Niederländers Botic van de Zandschulp mit dem Weißrussen Nerman Fatic (6:2, 3:6, 10:6). Weil sich dessen Landsmann Niels Lootsma nach 5:7 verlorenem ersten Satz gegen Jonas Lichte verletzte und aufgab, „wurde es recht eng.“ sagt Zay. Doch „Altmeister“ Frederik Nielsen stellte im Einzel (6:3, 6:1 über Francesco Vilardo) und im Doppel an der Seite von „Spielertrainer“ Clinton Thomson die Weichen endgültig auf Sieg.