Leichtathletik : Den Osterläufern war es fast schon zu warm

Nikki Johnstone und Habtom Tedros siegen bei der zweiten Auflage des Neusser Osterlaufs mit knapp 600 Teilnehmern.

Des einen Freud’, des anderen Leid: Während die meisten das beinahe hoch-sommerliche Wetter während der Ostertage genossen, war es den Teilnehmern am 2. Neusser Osterlauf fast schon zu warm. So konnte Nikki Johnstone sein Vorhaben, seine im Vorjahr auf gleicher Strecke aufgestellte persönliche Rekordmarke über die Halbmarathondistanz noch einmal zu verbessern, nicht in die Tat umsetzen.

Doch der Schotte nahm es mit Humor, dass er bei seinem Sieg in 1:12:09 Stunden mehr als drei Minuten langsamer war als im Vorjahr (1:08:58). „Klar ist es heiß. Aber wir haben den ganzen Winter durchgehalten, da freut man sich einfach wieder auf die Sonne.“

Diese Ansicht teilte er mit Simon Kohler. „Die Wetterbedingungen haben zwar die Zeiten gedrückt, aber nicht die Stimmung“, bilanzierte der Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur ID4Sports, der die Läufer per Mountainbike durch den Rheinpark begleitete und per Live-Schalte über das Renngeschehen in den Start- und Zielbereich am Holiday Inn berichtete. „Ich bin sehr zufrieden, es war deutlich mehr los als letztes Jahr. Wir hatten knapp über 600 Anmeldungen, wobei ein paar sicherlich noch vom heißen Wetter abgeschreckt wurden,“ lautete sein Fazit. Wobei er sich besonders über die Zahl von 91 Startern im Bambinilauf über 600 Meter freute: „Für viele war es ein tolles Lauferlebnis“ – um so mehr, als jedes Kind im Ziel einen Pokal erhielt.

In den beiden Hauptwettbewerben standen die Sieger schon relativ früh fest. Eine Woche vor seinem Start beim Dresden-Marathon, seinem bereits sechsten Marathonlauf in diesem Jahr, kam Nikki Johnstone schon nach der ersten von zwei Runden mit großem Vorsprung wieder am Holiday Inn vorbei. Am Ende hatte er in 1:12:09 Stunden achteinhalb Minuten Vorsprung vor Maurice Waldemar Wrzask (1:22:01) und weitere anderthalb vor Thorsten Riepe (1:22:01). „Ich wollte ein bisschen gucken, wie gerade der aktuelle Stand bei mir ist. Außerdem liebe ich es, Wettkämpfe zu laufen, ich laufe lieber mit anderen als alleine,“ begründete Johnstone seine etwas ungewöhnliche Wettkampfplanung. Bei den Frauen sicherte sich Silke Optekamp den Sieg in 1:35:14 Stunden vor Dagmar Heering (1:38:32) und Alexandra Fricke (1:39:31).

Über zehn Kilometer gewann ebenfalls der Vorjahressieger. Habtom Tedros (TG Neuss) ließ von Beginn an keinen Zweifel aufkommen und hatte schon auf dem Rheindeich einen Vorsprung von gut 100 Metern herausgelaufen. Am Ende gewann der gebürtige Eritreer in 33:01 Minuten mit fast anderthalb Minuten Vorsprung auf Heiko Lewanzik (34:28) und Andreas Sprott, dem in 34:32 Minuten sogar eine neue Bestzeit glückte. Den Lauf der Frauen entschied Denise Moser in 39:04 Minuten vor Annika Börner (39:55) und Katja Hinze-Thüs (40:01) für sich.

Simon Kohler sieht nach Firmen- und Silvesterlauf die dritte von ihm organisierte Laufveranstaltung in Neuss auf einem guten Weg, sich zu etablieren: „Es hat alles einwandfrei geklappt, wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Auflage.“

Mehr von RP ONLINE